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Bayerns Weltfußballer schreibt Bundesliga-Geschichte

Lewy stellt ewigen Müller-Rekord ein - Bayern nur Remis

Robert Lewandowski (l.) traf zum zwischenzeitlichen 1:0
Robert Lewandowski (l.) traf zum zwischenzeitlichen 1:0
Foto: © Markus Ulmer via www.imago-images.de
15. Mai 2021, 18:02

Robert Lewandowski hat beim 2:2 des FC Bayern beim SC Freiburg den Torrekord des großen Gerd Müller egalisiert. Auf der Jagd nach Saisontreffer Nummer 41 bekam aber selbst der Weltfußballer ungewohnt wacklige Knie.

Als Robert Lewandowski den vermeintlich ewigen Gerd-Müller-Rekord eingestellt hatte, zeigte sich die Extraklasse des Weltfußballers auch beim Torjubel. Nach seinem 40. Saisontor beim 2:2 (1:1) von Bayern München beim SC Freiburg lüftete der Pole sein Trikot und huldigte dem unter Demenz leidenden Bomber. "4ever Gerd" war auf seinem schwarzen T-Shirt zu lesen, darüber prangte das Konterfei des legendären Bayern-Torjägers aus den 1960ern- und 1970ern.

Anschließend gebührte Lewandowski die Ehre: Mitspieler, Trainer und Betreuer bildeten nach seinem verwandelten Foulelfmeter in der 26. Minute ein Spalier. Tor Nummer 41 allerdings fiel (noch) nicht. "Ich hätte nie gedacht, dass das passiert. Was Gerd Müller gemacht hat, ist unglaublich. Mit ihm den Rekord zu teilen, macht mich sehr, sehr stolz", sagte Lewandowski bei "Sky".


Mehr dazu: Die Netz-Reaktionen zum Lewandowski-Rekord


Er hätte "mindestens noch ein Tor mehr schießen können", führte der Pole aus. In der 78. Minute etwa schob er den Ball quer in die Arme des Freiburger Keepers anstatt einfach über Linie. "Solche Rekord bricht man vielleicht nicht so schnell", sagte Lewandowski, der am kommenden Samstag gegen den FC Augsburg noch nachlegen und Müllers Marke aus der Saison 1971/72 überbieten kann.

"Das Verrückte ist, dass es bei Lewy normal ist, wie er seine Tore in Serie schießt. Er ist aber auch nur ein Mensch, das hat man gesehen, als es um den 41. Treffer ging", sagte Lewandowskis Mitspieler Thomas Müller, der auch seinen berühmten Namensvetter würdigte: "Gerd Müller hat den Verein mit seinen Toren dahin gebracht, wo er jetzt ist."

Auch Bundestrainer Joachim Löw lobte Lewandowski bei "Sport1" überschwänglich: "Es ist imponierend, so eine Anzahl an Toren zu erzielen. In der heutigen Zeit ist das noch schwieriger als es früher war."

Nübel steht für Neuer im Bayern-Tor

Neben Lewandowski war für den FC Bayern, der in nun 34 Auswärtsspielen in Serie getroffen hat (Bundesliga-Rekord), der starke Leroy Sane (53.) erfolgreich. Manuel Gulde (29.) und Christian Günter (81.) trafen für Freiburg, das noch Restchancen auf die Qualifikation für die Conference League hat.

Beim voraussichtlich letzten Bundesligaspiel im Schwarzwaldstadion vor dem Umzug des SC in seine neue Arena zu Beginn der nächsten Spielzeit trat Lewandowski in der Anfangsphase unter den Augen von Löw kaum in Erscheinung.

Der 32-Jährige, der laut Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge dem Klub auf jeden Fall erhalten bleibt, sah die erste Chance durch Sane aus der Zuschauerrolle (9.). Kaum etwas zu tun hatte zunächst Bayern-Torwart Alexander Nübel, der als Vertreter von Manuel Neuer seine Liga-Premiere für die Münchner feierte.

Die Mannschaft des scheidenden Trainers Hansi Flick, der wahrscheinlich zum Bundestrainer aufsteigen wird und das Team an Julian Nagelsmann übergibt, drängte den SC in die Defensive.

Lewandowski lässt sich die Chance per Elfmeter nicht nehmen

In der 20. Minute konnte Lewandowski die Gelegenheit zur Führung nicht nutzen. Wenig später war es soweit. Lewandowski traf vom Punkt. Um das vorhergegangene Foul von Lukas Kübler an Thomas Müller zu sehen, brauchte Schiedsrichter Florian Badstübner (Windsbach) allerdings den Videobeweis.

Die Feierlichkeiten des Rekordtores raubten den Münchnern in der Folge die Konzentration. Gulde traf nach einer Ecke von Vincenzo Grifo per Kopf zum Ausgleich für die Mannschaft von Trainer Christian Streich, der Gerd Müller vor der Partie als seinen "Hero" bezeichnet hatte.

Im zweiten Durchgang drängten die Bayern auf die Führung. Ein Treffer von Serge Gnabry zählte nach Videobeweis wegen abseits nicht (51.), kurz darauf traf Sane. Auf der Gegenseite vergab Ermedin Demirovic die große Chance zum Ausgleich (54.). Im Anschluss war der SC mehrfach einem Treffer nahe, Nübel hielt klasse.

In der 78. Minute vergab Lewandowski fast schon in Slapstick-Manier die Riesenchance auf sein zweites Tor, sechs Minuten später scheiterte er erneut.

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