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Auch VfL Wolfsburg zu stark

Horror-Serie von "Tasmania" Schalke geht weiter

Der FC Schalke 04 musste sich auch gegen den VfL Wolfsburg geschlagen geben
Der FC Schalke 04 musste sich auch gegen den VfL Wolfsburg geschlagen geben
Foto: © Horst Mauelshagen
21. November 2020, 20:08

Nur noch sieben: Mit einer lange Zeit katastrophalen Leistung hat der FC Schalke 04 seine Horrorserie fortgesetzt und nähert sich nach 24 Bundesligaspielen ohne Sieg immer mehr dem Negativrekord von Tasmania Berlin. Gegen den weiter ungeschlagenen VfL Wolfsburg unterlagen die Königsblauen völlig chancenlos 0:2 (0:2) und warten weiter auf den ersten Dreier seit dem 17. Januar.

Machen die Gelsenkirchener so sieglos weiter, stellen sie am 9. Januar die Marke von 31 erfolglosen Partien des schlechtesten Bundesligaklubs der Geschichte aus der Saison 1965/66 ein. Argumente dafür, dass die Serie bald enden könnte, lieferte der Tabellenvorletzte gegen in allen Belangen überlegene Wolfsburger nicht.

Wout Weghorst (3.) und Xaver Schlager (24.) frustrierten die Königsblauen, die zuvor drei Pflichtspiele in Folge nicht verloren hatten, schon früh mit ihren Toren.

Nationalspieler Serdar zurück in der Schalke-Startelf

Auch das Comeback des Nationalspielers Suat Serdar machte Schalke nicht entscheidend besser. Der Ex-Mainzer hatte wegen einer langwierigen Oberschenkelverletzung zuvor in dieser Saison lediglich 52 Minuten lang auf dem Platz gestanden.

Trainer Manuel Baum musste auch seine Abwehr umstellen: Defensivchef Salif Sané war mit einer Knieverletzung von Senegals Länderspielreise zurückgekehrt, er wird in der nächsten Woche eingehend untersucht. Zudem verzichtete Baum auf den türkischen Nationalspieler Ozan Kabak, der erst am Donnerstag wieder in Gelsenkirchen eingetroffen war.

Wolfsburgs Coach Oliver Glasner hatte gegenüber dem 2:1 gegen die TSG Hoffenheim vor zwei Wochen nur auf einer Position gewechselt: Admir Mehmedi begann für Maximilian Philipp auf der "Zehn".

Schalke lädt Wolfsburg zu Toren ein

Für Schalke ging der Frust der vergangenen Monate gleich weiter: Die Königsblauen waren noch nicht einmal geordnet mit dem Ball in der gegnerischen Hälfte unterwegs gewesen, da lag er schon im eigenen Netz: Nach einem Eckball von Maximilian Arnold köpfte Weghorst - weitgehend unbedrängt von seinem Gegenspieler Malick Thiaw - zum 0:1 ein.

Schalkes umgestellte Abwehr wackelte bedenklich: Ridle Baku bei einem Konter und Arnold mit einer direkten Ecke scheiterten innerhalb weniger Sekunden an Torhüter Frederik Rönnow (14.), den Baum vor dem Spiel zur Nummer eins gemacht hatte. Auch gegen Renato Steffen rettete der Däne in höchster Not (20.). Wolfsburg agierte, Schalke reagierte - meist zu spät. Phasenweise war ein Klassenunterschied wie in der ersten Runde des DFB-Pokals zu erkennen.

Das längst überfällige 0:2 durch Schlager war ein perfekt herausgespielter Treffer - allerdings auch ohne nennenswerte Gegenwehr. Und Schalke? Die erste Torchance durch Goncalo Paciencia kurz vor der Pause war bezeichnenderweise ein Zufallsprodukt (40.). Nach dem Seitenwechsel waren die Gastgeber zwar häufiger am Ball, tauchten auch ein paarmal im Wolfsburger Strafraum auf, doch die größte Chance hatte Weghorst, der ebenfalls an Rönnow scheiterte (63.).

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