Das Warten hat offenbar ein Ende: Nachdem in den letzten Wochen und Monaten viel über einen möglichen Formel-1-Einstieg von Mick Schumacher spekuliert wurde, ist hinter den Kulissen nun angeblich eine Entscheidung gefallen.
Wie das russische Online-Portal "Championat" am Dienstagabend vermeldete, wird Mick Schumacher in der kommenden Saison für das US-Team Haas an den Start gehen. Das zweite Cockpit wird demnach der junge Russe Nikita Mazepin besetzen.
Die Verträge mit Schumacher und Mazepin sind laut des Portals bereits unterzeichnet, mit der offiziellen Bekanntgabe will Haas jedoch noch warten. Der Grund: Mazepin hat seine Super-Lizenz für das kommende Jahr noch nicht sicher.
Der Russe braucht noch acht Punkte, um seinen "Formel-1-Führerschein" für die Saison 2021 zu erhalten. Um diese acht Zähler zu bekommen, muss der 21-Jährige in der WM-Wertung der Formel 2 mindestens Siebter werden. Vier Rennen vor dem Saisonende liegt Mazepin punktgleich mit seinem Landsmann Robert Shwartzman mit 140 Zählern auf Platz sechs.
Haas plant fest mit Mazepin
Sollte Mazepin das Ziel verpassen und wider Erwarten doch keine Super-Lizenz erhalten, könnte der Vertrag mit Haas wieder aufgelöst werden, heißt es. Aus diesem Grund will der Rennstall weiterhin mit der offiziellen Verkündung warten, bis auch die letzten Zweifel beseitigt sind.
Allerdings gehen Teamchef Günther Steiner und Co. derzeit wohl nicht von dem Worst Case aus. "Campionat" berichtet, dass Haas bereits mit neuen Sponsoren aus Russland über eine Zusammenarbeit verhandelt.
An dem Einstieg von Mick Schumacher soll es derweil überhaupt keine Zweifel mehr geben. Bereits in der letzten Woche berichtete "Sport Bild" von Gesprächen auf der Zielgeraden. Und auch die englische Fachpresse legte sich schon vor Wochen auf Schumacher als neuen Haas-Angestellten fest.
Steiner spielte in der Öffentlichkeit dagegen zuletzt stets auf Zeit und betonte, es seien mit Blick auf die neue Fahrerpaarung noch "ein paar Kleinigkeiten auszusortieren".


