Valtteri Bottas hat das Formel-1-Training vor dem Großen Preis der Toskana dominiert. Der Mercedes-Fahrer setzte am Freitag im italienischen Mugello in 1:16,989 Minuten vor seinem Teamkollegen Lewis Hamilton die klare Bestzeit.
Der Weltmeister aus Großbritannien lag gut zwei Zehntelsekunden hinter dem Finnen und knapp vor dem Niederländer Max Verstappen im Red Bull. Vor dem 1000. Grand Prix von Ferrari kamen die Scuderia-Piloten Sebastian Vettel (12.) und Charles Leclerc (10.) nicht über Ränge im Mittelfeld hinaus und hatten mehr als 1,4 Sekunden Rückstand.
Einen Tag nach der Bekanntgabe seines Wechsels zu Aston Martin im kommenden Jahr leistete sich Vettel in der zweiten Einheit des Tages einen Dreher, der aber keinen Schaden verursachte.
Schnell wurde deutlich, dass der schwache Wagen der Italiener auf dem firmeneigenen Highspeed-Kurs nicht mit Mercedes mithalten kann. Auch im Rennen am Sonntag (15:10 Uhr/RTL) sind die Aussichten schlecht.
Erstmals in diesem Jahr waren am Freitag trotz der Corona-Krise wieder Fans dabei. Bei den ersten acht Saisonläufen fuhren Vettel und Co. noch vor leeren Tribünen. In Mugello dürfen täglich knapp 3000 Personen das Geschehen verfolgen. Hamilton (164 Punkte) führt vor dem neunten WM-Lauf vor Bottas (117) und Verstappen (110).
Den Abflug des Tages leistete sich Lando Norris im McLaren. Der Brite kam ausgangs der Kurve Peggio Secco mit zwei Rädern auf den Kies und drehte sich in die Streckenbegrenzung. Während sein Training gelaufen war, musste die Rennleitung das Geschehen mit Roter Flagge für einige Minuten unterbrechen.
Nur wenig später folgte eine zweite Unterbrechung nach einer kuriosen Kollision: Kimi Räikkönen fuhr auf die erste Kurve zu, als gerade Sergio Pérez aus der Box kam. Beide Fahrzeuge berührten sich in der ersten Kurve und der Finne drehte sich ins Kiesbett. Aufgrund der Trümmerteile von Pérez' Frontflügel wurde Rot geschwenkt.

