Der 1. FSV Mainz hat Rassismus die Rote Karte gezeigt und einem Ex-Mitglied deutlich aufgezeigt, dass es im Verein nicht vermisst werden wird.
Die Mainzer veröffentlichten am Montag ein Kündigungsschreiben eines Ex-Mitgliedes, das eindeutig rassistische Töne aufweist.
"Ich kann mich mit diesem Verein (Profifußball) schon seit Monaten nicht mehr identifizieren! Mittlerweile bekomme ich den Eindruck vermittelt, dass ich beim Africa-Cup bin, anstatt in der deutschen Bundesliga. Ich weiß was jetzt kommt, aber nein, ich bin auf keinen Fall rassistisch veranlagt - das verbitte ich mir. Nur, was zuviel ist, ist zuviel", zitiert der Klub Auszüge des Schreibens auf seiner Homepage.
Und weiter: "Aber wenn seit Wochen in der Startformation neun (!!!) dunkelhäutige Spieler auflaufen und deutschen Talenten kaum noch eine Chance gegeben wird, dann ist das nicht mehr mein über die Jahre liebgewonnener Verein. (…) Ein Noveski, Bungert, Rose, Babatz, Weiland, Bell usw standen für Werte und Mentatlität. Das waren Kerle, die mit Herzblut dabei waren […]."
Auch Passagen der Mainzer Antwort veröffentlichte der Bundesligist. Darin heißt es: "Auch wenn wir normalerweise Kündigungen bedauern und um jedes Mitglied leidenschaftlich kämpfen, können wir unser Bedauern in Ihrem Fall nicht ansatzweise ausdrücken."
"Rassismus beginnt da, wo rassistische Gedanken geäußert werden, nicht nur, wenn sich jemand selbst als Rassist bezeichnet – was in den seltensten Fällen vorkommt. Und ja, Sie haben recht: mit unserem Verein können sie sich nicht identifizieren. Denn für uns spielen Hautfarben oder andere gruppenbezogene Merkmale von Menschen schlicht keine Rolle. Für uns zählt nur, dass jemand Mensch ist und unsere Werte teilt. Solche Menschen heißen wir in unserer Gemeinschaft gerne willkommen. Aus diesem Grunde freuen wir uns vielmehr über Ihre Kündigung, da Ihre Begründung offenbart, dass Sie nicht die Wertebasis besitzen, die unseren Verein auszeichnet", macht der FSV seine Position unmissverständlich klar.
Die Aktion erntete viel Zuspruch. Unter anderem kommentierte der SV Meppen: "Sehr schön, FSV."




























