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Was erhofft sich der BVB? Was machen Alcácer und Götze?

Das sind die Chancen und Risiken des Haaland-Transfers

Entschied sich am Ende für den BVB: Top-Talent Erling Haaland
Entschied sich am Ende für den BVB: Top-Talent Erling Haaland
Foto: © Francesco Pecoraro, getty
31. Dezember 2019, 07:45
sport.de
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Mit einem kurzen Clip über seine Wunschliste für 2020 verkündete Borussia Dortmund die Verpflichtung von Erling Haaland. Der Norweger hatte viele Angebote vorliegen, entschied sich aber für den BVB. Wohin die Reise für Haaland und den BVB gehen könnte.

Fünf Dinge notierte Erling Haaland auf seiner Wunschliste für 2020: "Deutsch lernen, noch ein paar Tore, die Gelbe Wand genießen, das Derby gewinnen und nach dem schwarzen Trikot fragen." Kurze knappe Ansagen eines 19-Jährigen, der für sein Alter erstaunlich weit zu sein scheint. sport.de beleuchtet, was der Wechsel für beide Partien bedeutet.

  • Was erhofft sich der BVB von Haaland?

Ganz klar: Der BVB braucht einen verlässlichen, echten Stürmer - und genau den sehen die Westfalen in dem jungen Norweger. Vor allem dank seiner Größe von 1,94 Meter bringt Haaland eine Komponente mit, die dem Spiel der Borussen bislang völlig abging.

Nun kann das Team von Lucien Favre auch mit dem hohen oder auch langen Ball agieren. Doch Haaland ist weit mehr als ein Wandspieler oder reiner Zielspieler, der die Flanken aus elf Metern per Kopf im Netz versenkt.

Auch technisch bringt der 19-Jährige schon jetzt viele Fähigkeiten mit, die ihm noch vor seinem Wachstumsschub im späten Teenageralter mitgegeben wurden. Hat er die Kugel erstmal, ist er kaum von ihr zu trennen.

Haaland besticht ebenso durch eine gute Auffassungsgabe und taktisches Verständnis, was allen voran Favre freuen wird. Bei RB Salzburg spielte er unter dem US-amerikanischen Trainer Jesse Marsch einen ähnlichen Fußball, wie es auch die Schwarz-Gelben anstreben.

Haaland soll also jenes Puzzle-Teil sein, was dem BVB bislang fehlte - auf dem Platz und damit auch in der Tabelle.

  • Was erhofft sich Haaland von seinem Wechsel zum BVB?

Für den Norweger selbst ist der Wechsel zum BVB der konsequente nächste Schritt in seiner Karriere. Anstatt gleich den Sprung zu ganz großen Vereinen wie Juventus Turin oder Manchester United zu wagen, entschied sich der Youngster für das darunterliegende Regal. "Ich war geschmeichelt, dass Juventus interessiert war, aber ich dachte, es sei zu früh", äußerte Haaland.

Zusammen mit seinem Vater Alf-Inge und seinem Berater Mino Raiola hat sich der Stürmer ein ausführliches Bild aller Klubs gemacht, mit denen er verhandelt hat. Dabei wird ihm auch nicht entgangen sein, was aus Spielern geworden ist, die mal beim BVB gespielt haben. Beispielsweise Robert Lewandowski.

Nach der norwegischen und der österreichischen Liga betritt Haaland nun nächst höheres Terrain und damit eine der Top-5-Ligen Europas, in der das Niveau ungleich höher ist, als in seiner eigentlichen und zwischenzeitlichen Heimat.

Er sieht Dortmund als ideales Biotop für sich selbst, um weiter zu reifen. Auch auf europäischer Ebene ist das schon kurzfristig möglich. Die Regel, dass Spieler, die im Winter wechseln, nach Europa-Cup-Einsätzen für den alten Klub beim neuen Arbeitgeber nicht mehr international spielen können, gilt längst nicht mehr. Seit der Saison 2018/2019 dürfen bis zu drei Winter-Transfers eines Klubs für diesen im Europapokal zum Einsatz kommen, selbst wenn sie im ersten Halbjahr noch für ihre Ex-Klubs international gespielt haben. Zuvor ging dies nur bei einem Winter-Transfer.

  • Welche Risiken birgt der Transfer für Haaland?

Auf den ersten Blick: Keine. Haaland ist reif für den Wechsel und bringt alles mit, um nicht nur dem BVB sofort weiter zu helfen, sondern auch, um es bis nach ganz oben zu schaffen. Doch genau im Wort "sofort", könnte ein Risiko liegen.

Es ist unsicher, wie viel Eingewöhnungszeit der 17-fache Torschütze in der laufenden Saison brauchen wird. Er ist fest als Stammspieler eingeplant und die Westfalen haben im Titelkampf alles, aber keine Zeit.

Man erwartet von Haaland, dass er sofort funktioniert - ähnlich oder sogar noch besser als in Salzburg, auch wenn Sportdirektor Michael Zorc warnte: "Erling Haaland ist ein Rohdiamant und verfügt über wahnsinniges Potenzial, aber ich warne davor, ihm einen zu schweren Rucksack aufzuladen."

  • Welche Risiken birgt der Transfer für den BVB?

Eine zu lange Eingewöhnungszeit Haalands wäre auch für den BVB nur schwer verdaulich, denn die sieben Punkte Rückstand auf Herbstmeister RB Leipzig sind eine hohe Hürde - gerade angesichts der starken Form der Roten Bullen.

Geht man aber vom besten Fall aus, haben die Westfalen mit diesem Transfer in zweierlei Hinsichten einen absoluten Volltreffer gelandet: Sportlich und finanziell, zumindest auf der Ausgabenseite. 20 Millionen Euro Ablöse sind für einen der begehrtesten Spieler überhaupt ein echter Schnapper.

Doch auf der potenziellen zukünftigen Einnahmeseite könnte es dem BVB irgendwann mal wehtun. Denn dem Vernehmen nach platzte ein möglicher Transfer zu Manchester United, da die Red Devils die vom Haaland-Lager geforderte Ausstiegsklausel von 50 Millionen Euro nicht in den Vertrag setzen wollte.

Es ist kaum vorstellbar, dass der Raiola-Klient diese oder zumindest eine ähnlich geartete Klausel nicht in seinem Kontrakt beim BVB verankert hat. Somit könnte ein späterer Abgang des Stürmers nicht so viel Geld einspielen, wie es marktüblich wäre.

  • Was bedeutet Haalands Wechsel für Alcácer und Götze?

Keine 24 Stunden später rankten sich schon erste Gerüchte um den bislang einzigen Stürmer im Kader, Paco Alcácer. Dem Spanier sei die Verpflichtung von Erling Haaland so gar nicht gefallen haben, sodass er sofort in seine Heimat zurückkehren möchte.

Mit Atlético Madrid soll wohl auch schon der erste Klub Kontakt zum 26-Jährigen aufgenommen haben. Als mögliche Ablösesumme stehen 30 Millionen Euro im Raum, neun mehr als der BVB im Sommer an den FC Barcelona überwies.

Alcácers Quote ist zwar mit 23 Toren in 37 Spielen mehr als nur respektabel, doch in genau der zweiten Zahl steckt die Tücke. In eineinhalb Jahren bei den Schwarz-Gelben verpasste der zweifache U19-Europameister 15 Spiele und damit fast ein Drittel. Zu viel, um das Prädikat verlässlich verliehen zu bekommen.

Anders als Alcácer ist Mario Götze auch im fitten Zustand kaum gefragt. Nur 32 Prozent der möglichen Spielminuten absolvierte der Weltmeister von 2014, stand aber nur bei sechs seiner 16 Spiele in der Startelf. Sein Vertrag läuft im Sommer aus, die Zeichen stehen auf Trennung.

Bleibt nur die Frage, ob diese erst im Sommer oder schon im Winter vollzogen wird. Mit Hertha BSC wird ein Interessent für den 27-Jährigen gehandelt, das Januar-Transferfenster wäre bei auslaufendem Vertrag die letzte Gelegenheit Götze noch zu Geld zu machen. Ausgang offen.

Luis Holuch

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