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Herumgeeier wirft schlechtes Licht auf die BVB-Bosse

Kommentar: Favres Entlassung ist längst überfällig

Lucien Favre ist seit Sommer 2018 Trainer des BVB
Lucien Favre ist seit Sommer 2018 Trainer des BVB
Foto: © Emilio Andreoli, getty
28. November 2019, 08:09
sport.de
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Borussia Dortmund hat den richtigen Zeitpunkt für den Rauswurf von Lucien Favre längst verpasst. Das Herumgeeier in der Trainer-Frage wirft ein schlechtes Bild auf die BVB-Bosse. Ein Kommentar.

In seinem womöglich vorletzten Spiel als BVB-Trainer trat Lucien Favre noch einmal kräftig ins Fettnäpfchen.

Er brauche "Spieler, die fokussiert und bereit sind", begründete der Schweizer vor der Partie in der Champions League beim FC Barcelona die Verbannung von Jadon Sancho auf die Bank. Auf den offensiven Flügeln liefen stattdessen die gelernten Außenverteidiger Nico Schulz und Achraf Hakimi auf.

Schon in der Halbzeitpause, Barca führte zu diesem Zeitpunkt bereits mit 2:0, korrigierte Favre seinen Irrtum. Sancho ersetzte den einmal mehr erschreckend schwachen Schulz.


Mehr dazu: BVB-Stars enttäuschen - Messi überragt


Bezeichnend: Der 19-jährige Engländer war im zweiten Durchgang der mit Abstand stärkste Dortmunder, erzielte in der 77. Minute den Anschlusstreffer seiner Mannschaft und kurz vor Schluss um ein Haar das 2:3.

BVB beim FC Barcelona mutlos und uninspiriert

Dass Favre den für den BVB unverzichtbaren Sancho öffentlich in den Senkel stellte und den im Mannschaftskreis wegen seiner Allüren ohnehin isolierten Youngster damit weiter in die Schmollecke treibt, passt ins Bild - genauso wie der unter dem Strich erneut erschreckend mutlose und uninspirierte Auftritt in Barcelona, der die Borussia den Einzug in die K.o.-Runde kosten könnte.

Für diesen gab Favre mit seiner einmal mehr extrem ängstlich anmutenden Aufstellung die Richtung vor: Zwei Innenverteidiger, vier (!) gelernte Außenverteidiger sowie zwei vorwiegend defensiv orientierte Sechser standen zu Spielbeginn auf dem Platz. Und das in einer Partie, die für den umstrittenen Trainer selbst als eins von zwei Endspielen galt und für die Mannschaft nach dem 0:4 in München und dem 3:3 gegen Paderborn ein Wendepunkt sein sollte.

Auf das Erreichen dieses Wendepunktes unter Favre hoffen die Verantwortlichen des BVB inzwischen viel zu lange. Natürlich ist der Coach nicht der Alleinschuldige an der aktuellen Misere. Der Glaube daran, dass er den Karren noch aus dem Dreck ziehen kann, tendiert aber gegen Null.

Zeitpunkt für Trainerwechsel nach Debakel beim FC Bayern war günstig

Schon nach dem Bayern-Spiel, einem Offenbarungseid, der rund um den Rheinlanddamm noch lange nachwirken wird, hätte ein Trainerwechsel angesichts der anstehenden Länderspielpause Sinn ergeben. Nach dem zumindest in der ersten Halbzeit grauenhaften Kick gegen Paderborn wäre dieser zwingend nötig gewesen.

Wenn es stimmt, dass Favre nur deswegen im Amt verblieb, weil die Bosse sich noch nicht ernsthaft mit einer Trennung beschäftigt und keine Alternativlösung in der Hinterhand hatten, war das extrem fahrlässig von Hans-Joachim Watzke, Michael Zorc und Co.

Nun geht es für Favre also ins "Job-Finale" (O-Ton "Bild") am Samstag bei Jürgen Klinsmanns Hertha BSC. Was ist, wenn der BVB die Partie beim Tabellen-15. knapp und möglicherweise unverdient gewinnt? Sitzt Favre dann trotz der letzten Wochen wieder fest im Sattel? Oder gibt es dann das nächste Endspiel für den 62-Jährigen, eine Woche später im Heimspiel gegen Fortuna Düsseldorf?

Wie man einen klaren Schlussstrich zieht, einen offensichtlich verbrannten Trainer ohne großes Herumgeeier austauscht und einer Mannschaft damit neues Leben einhaucht, machte vor einigen Wochen übrigens der FC Bayern vor. Die Bilanz unter Kovac-Nachfolger Hansi Flick bislang: vier Spiele, vier Siege, 16:0 Tore.

Tobias Knoop

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