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"Sollten nicht gegen Alfa Romeo und McLaren fahren"

Red-Bull-Chef Horner zählt Pierre Gasly an

Pierre Gasly steht im Fokus der Kritik
Pierre Gasly steht im Fokus der Kritik
Foto: © Mark Thompson, getty
05. August 2019, 12:46
sport.de
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Max Verstappen kämpfte am Ende des Ungarn-Grand-Prix mit stumpfen Waffen und musste den fast sicher geglaubten Sieg mit ausgelutschten Reifen abgeben. Viel größer war die Enttäuschung jedoch für und um seinen Teamkollegen Pierre Gasly, der einmal mehr weit hinter der Spitze fuhr. Das stößt Red-Bull-Teamchef Christian Horner sauer auf.

"Der Start war nicht gut, die erste Runde ebenso und dann fuhr er gegen Alfa und McLaren, das sollte nicht so sein. Er muss gegen Ferrari und Mercedes fahren", fasste Red-Bull-Teamchef Christian Horner das Rennen seines Piloten Pierre Gasly zusammen. Der fuhr als Sechster Sieger Lewis Hamilton meilenweit hinterher und wurde auch von seinem Teamkollegen Max Verstappen überrundet - nicht zum ersten Mal in dieser Saison.

Es ist ein enttäuschendes Ende einer höchst durchwachsenen ersten Jahreshälfte in Gaslys Debüt-Saison beim österreichischen Rennstall. Gerüchte, dass Gasly das Cockpit noch in dieser Saison abgeben müsse, konnte Horner zuletzt glaubhaft dementieren. Dies ändert jedoch nichts an der (unerfüllten) Erwartungshaltung. 

Platz zwei in der Konstrukteurs-WM ist das Ziel, dort steht derzeit Ferrari. Zur Scuderia fehlen mit Beginn der Sommerpause 44 Punkte; ein Umstand, den man klar an Gasly festmachen kann. Nicht nur, dass der Franzose in zwölf Rennen elf Mal das Qualifying-Duell gegen seinen Teamkollegen verlor, er hat mit 63 Punkten zudem lediglich gut ein Drittel dessen geholt, was Verstappen (181) einheimste.

Horner erhöht Druck auf Gasly

Das Rennen vor den Toren Budapests stand sinnbildlich für Gaslys Krise, die aber auch seinen Rennstall maßgeblich beeinflusst. "Das Problem ist, dass er mit dem Rennausgang nichts zu tun hatte. Es war ja nicht so, dass Lewis [Hamilton, Anm. d. Red.] beim Boxenstopp Angst haben musste, hinter ihm rauszukommen", sagte Horner dem Portal "racefans.net".

Zur Wahrheit gehört allerdings auch, dass auch das Ferrari-Duo Sebastian Vettel und Charles Leclerc auf Platz drei und vier keine Chance auf ein besseres Ergebnis hatte, ebenso wie Hamiltons Teamkollege Valtteri Bottas, für den das Rennen nach mehreren Berührungen mit anderen Autos in der ersten Runde frühzeitig gelaufen war.

"Wir haben auf einer Strecke, die uns liegt und, auf der wir stark performen sollten, genauso viele Punkte geholt wie Ferrari", sprach Horner zähneknirschend in die Mikrofone. "Wenn wir noch eine Chance haben wollen, Ferrari zu schlagen, dann muss er [Gasly] weiter vorne ins Ziel kommen. Er muss unbedingt das Potenzial des Autos auf der Strecke entfalten", lautet die klare Maßgabe an den 23-Jährigen.

Vielleicht kommt genau dafür die vierwöchige Sommerpause gerade recht. Gasly solle nun eine kleine Auszeit nehmen, die erste Saisonhälfte reflektieren und daraus seine Lehren für das zweite Halbjahr ziehen, so der Teamboss weiter. Die nächste Chance bietet sich dann ab dem 30. August auf der legendären Ardennen-Achterbahn im belgischen Spa-Francorchamps.

Fahrerwertung

#FahrerTeamPunkte
1ArgentinienFranco ColapintoAlpine F1 Team0
2FrankreichPierre GaslyAlpine F1 Team0
3SpanienFernando AlonsoAston Martin F1 Team0
4KanadaLance StrollAston Martin F1 Team0
5FinnlandValtteri BottasCadillac F1 Team0

Ungarn GP 2019

1GroßbritannienLewis Hamilton1:35:03.796h
2NiederlandeMax Verstappen+17.796s
3DeutschlandSebastian Vettel+1:01.433m
4MonacoCharles Leclerc+1:05.250m
5SpanienCarlos Sainz+ 1 Runde

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