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Nach Gerüchten um Machtkampf beim FC Bayern

Klose äußert sich zu angeblichem Zoff mit Salihamidzic

Miroslav Klose hat sich zum angeblichen Zoff beim FC Bayern geäußert
Miroslav Klose hat sich zum angeblichen Zoff beim FC Bayern geäußert
Foto: © Alexandra Beier, getty
29. Juli 2019, 08:28
sport.de
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Miroslav Klose spielte in der Fußball-Bundesliga für den 1. FC Kaiserslautern, Werder Bremen und den FC Bayern. Bei den Münchnern sollte er zuletzt die U19 als Trainer übernehmen, entschied sich aber für einen Verbleib bei der U17, was laut einem Medienbericht von "Sport 1" einen gehörigen Streit zwischen Sportdirektor Hasan Salihamidzic und Klose nach sich zog. Nun hat sich der Rekord-Torschütze der deutschen Nationalmannschaft zu Wort gemeldet und erklärt, warum es so lange gedauert hat, bis geklärt war, dass er bei der U17 des FC Bayern bleibt. 

"Es lag nicht an mir", begann Miro Klose seine Ausführungen im "kicker" und fügte an: "Für mich wäre der Schritt zur U19 zu früh gekommen. Ich will noch lernen." Das machte der 41-Jährige an konkreten Beispielen klar: "Manchmal erkenne ich Änderungen im Spiel zu spät, um noch schneller eingreifen zu können - etwa wenn es um die Abstände zwischen den Reihen geht."

Deshalb sei es bei der Absage an Salihamidzic vor allem um ihn selbst gegangen, so Klose weiter. "Ich wollte damit nur ehrlich ausdrücken, dass ich mich als Trainer erst am Anfang sehe. Wenn ich etwas anpacke, muss ich zu 100 Prozent überzeugt sein, um die optimale Leistung zu bringen. Ich habe schon einen klaren Plan für meine Karriere."

Dass der Sportdirektor den Wechsel in die U19 eigentlich als Beförderung für Klose gedacht hatte, lässt den Weltmeister von 2014 kalt. "... natürlich kann man es so sehen", sagte der U17-Coach und setzte hinzu: "Zur Klarstellung: Da trafen nicht zwei Sturköpfe aufeinander. Mir geht es allein um die Sache."

Machtkampf beim FC Bayern? Klose: "Völliger Quatsch"

Einen Machtkampf mit dem Bosnier habe es deshalb nie gegeben. Diese Behauptungen seien "völliger Quatsch", betonte Klose: "Auch wenn es so in der Öffentlichkeit hingestellt wurde."

Er fühle sich auch nicht als "Sieger", sondern sei einfach nur "froh, dass ich dieses Team weiter trainieren kann. Diese Lösung ist die beste für alle Seiten."

Unabhängig von seiner aktuellen Aufgabe bei der U17 bleibt Kloses Fernziel die Bundesliga. "Vielleicht mache ich 2020 den Fußballlehrer", sagte der ehemalige Weltklasse-Stürmer. Er wolle sich jedoch nicht unter Zeitdruck setzen. "Erst will ich investieren und noch mehr erkennen und lernen", sagte er.

Außerdem erklärte Klose, dass er bei den Nachwuchsfußballern von heute die nötige Hingabe vermisse. "Ich habe viel Kontakt zu Ex-Profis, die heute Trainer oder sonst im Fußball tätig sind. Sie bestätigen, dass die heutige Generation diese Einstellung, die bei uns normal war, nicht mehr hat, bis auf wenige Ausnahmen. Diese Leidenschaft, dieses Herz vermisse ich", sagte der 41-Jährige.

Klose schließt dabei auch den Nachwuchs des FC Bayern nicht aus, für den er als U17-Trainer mit zuständig ist. Auch dort mangele es vielen Spielern am unbedingten Willen.

 

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