Sechs Innenverteidiger stehen für die neue Saison im Kader von Borussia Dortmund. Bald könnten es nur noch fünf sein. Abdou Diallo will den BVB angeblich verlassen. Einen dankbaren Abnehmer soll es zudem schon geben. Ausgerechnet Ex-Coach Thomas Tuchel zeigt Interesse.
Laut "Sky" haben der 23-Jährige und seine Berater bereits einen offiziellen Wechsel-Wunsch bei den Dortmunder Verantwortlichen hinterlegt. PSG hat sich nun als möglicher Abnehmer für den vor einem Jahr für 28 Millionen Euro vom FSV Mainz 05 verpflichteten Franzosen in Stellung gebracht, berichtet "fussballtransfers.com".
Thomas Tuchel treibt die Verpflichtung intern bereits voran, heißt es. Erste Gespräche mit PSG-Sportdirektor Leonardo wurden demnach geführt.
In einem Interview mit der "L'Équipe" gab Diallo unlängst zu, das "Projekt PSG interessant" zu finden. Das Interesse des Pariser Klubs bezeichnete der Innenverteidiger als "eine Form der Anerkennung meiner Leistung", betonte aber: "Ohne auf die abgenutzten Phrasen der Fußballer zurückgreifen zu wollen, ich habe einen Vertrag."
"Bis jetzt wurde mir nicht klar gesagt, dass ich gehen muss"
Völlig offen ist aktuell, wie der BVB zu den angeblichen Plänen des drittteuersten Transfers der Vereinsgeschichte steht. Diallos Vertrag bei der Borussia läuft noch bis 30. Juni 2023. Laut "Bild" ist ein Abgang "wahrscheinlich".
"Bis jetzt wurde mir nicht klar gesagt, dass ich gehen muss", stellte Diallo klar und ergänzte: "Ich will keinen großen Wirbel machen. Wir müssen sehen, ob die Vision noch die gleiche ist. Und sobald wir alle auf der gleichen Wellenlänge sind, treffen wir eine Entscheidung. Ich warte darauf, zu sehen, zu hören, was die Leute zu mir zu sagen haben, was sie von mir denken."
Diallo wiederum soll sich nicht erst seit der überraschenden Rückkehr von Mats Hummels mit einem Abgang vom BVB beschäftigen, sondern sich bereits in den Wochen davor Gedanken in diese Richtung gemacht haben.
Diallo ist "kein Marcelo"
Womöglich steckt dahinter die bittere Rückrunde, die der Youngster als Notnagel auf der Linksverteidiger-Position im schwarz-gelben Dress erlebte. Dort zeigte Diallos Formkurve nach einer sehr ordentlichen ersten Halbserie in der Innenverteidigung klar nach unten.
Auf der Außenverteidiger-Position will Diallo in Zukunft nicht mehr spielen. "Um des Teams willen habe ich es getan. Ich kann auf den Außenverteidiger-Positionen solide sein, aber ich bin kein Marcelo", so der 23-Jährige.
Es sei frustrierend, weil man die großen Spiele in einer Position spielen will, in der man am besten agieren kann, erklärte Diallo: "Ich bin ein Innenverteidiger. Ein paar Spiele auf den Flügel sind okay. Aber über mehrere Saisons hinweg ist dies nicht mein Projekt."




























