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Rätsel VfB Stuttgart: Ratlosigkeit nach Minus-Leistung

Der VfB Stuttgart steckt weiter tief im Abstiegskampf
Der VfB Stuttgart steckt weiter tief im Abstiegskampf
Foto: © getty, Daniel Kopatsch
07. April 2019, 10:50

Dem VfB Stuttgart blieben am Ende nur Rätsel. Torwart Ron-Robert Zieler hatte keine Ahnung, was er mit dem 1:1 gegen den 1. FC Nürnberg anfangen sollte.

"Es weiß keiner so wirklich, die Fans nicht und wir nicht", sagte der ehemalige Nationaltorhüter. Auch sein Trainer Markus Weinzierl wusste es nicht. Nach dem erneut verpassten Erfolgserlebnis im Abstiegskampf sprach der 44-Jährige mit ernster Miene von Dingen, die man nun "aufarbeiten und verbessern" müsse. Wie das gelingen soll, blieb offen.

Klar ist immerhin, dass Weinzierl weitermachen darf. "Wir ziehen das jetzt hier durch - gemeinsam", bekräftigte Sportvorstand Thomas Hitzlsperger bei "Sky".

Aber nicht mal das sorgte bei Weinzierl für erkennbare Freude. Nach einem erneut schwachen Auftritt blieb bei den Schwaben nur Enttäuschung übrig. Immerhin wurde der Abstand auf die auf dem vorletzten Platz stehenden Nürnberger bei vier Punkten gehalten.

Der vor dem Spiel nicht nur von der Klubführung geforderte Sieg ist dagegen erneut ausgeblieben. Und was für eine desolate Saison die Schwaben spielen, zeigt ein Blick auf verschiedene Zahlen.

Hitzlsperger ehrlich: "Das geht extrem an die Substanz"

Mit nun 21 Punkten nach 28 Partien hat der VfB zwölf Punkte weniger als zum gleichen Zeitpunkt in der Saison 2015/2016 - als am Ende der direkte Abstieg folgte. Aus den vergangenen 13 Spielen holten die Stuttgarter lediglich einen Sieg.

"Das tut weh, das geht extrem an die Substanz", sagte der ernüchterte Hitzlsperger nach dem nächsten mutlosen Auftritt. Aber der 37-Jährige wertete es "vielleicht als ein Zeichen", dass sein Team wenigstens noch den Ausgleich geschafft hat.

Die größte Hoffnung dürfte dem Traditionsklub derzeit aber nur machen, dass in Nürnberg und Hannover 96 zwei andere Mannschaften eine noch schwächere Saison spielen.

Verteidiger Ozan Kabak (75.) hatte dem VfB per Abstauber wenigstens den Punkt gegen den Club gerettet. Mit nun drei Treffern zählt der junge Winter-Neuzugang aus der Türkei bereits jetzt zu den besten Torschützen des VfB. Lediglich Ex-Nationalspieler Mario Gomez (6) und Steven Zuber (5) haben in dieser Saison mehr Treffer als der 19-Jährige erzielt.

"Zwei verlorene Punkte" für Nürnberg

"Am Ende sind es eigentlich zwei Punkte zu wenig", sagte Torhüter Zieler. Den Sieg hätte aber höchstens der glücklose, aber engagierte FCN verdient gehabt. In der Schlussphase hatte der eingewechselte Virgil Misidjan (90.) die Riesenchance zum 1:2, der Niederländer scheiterte aus kurzer Distanz jedoch am stark reagierenden Zieler. Für Nürnbergs Trainer Boris Schommers fühlte sich das Remis nach "zwei verlorenen Punkten" an.

Während die Franken ihren vergebenen Chancen nachtrauerten, haderte Stuttgart noch lange mit der verpassten Großchance im Abstiegskampf. Mit einem Sieg wäre der Abstand auf Nürnberg auf sieben Punkte angewachsen, jetzt aber rückt die Relegation immer näher. Es fehle aktuell die Leichtigkeit, bemängelte Trainer Weinzierl. Wie sie zurückkommen soll, bleibt sein Geheimnis.

 

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