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Drei Torbeteiligungen des Winter-Neuzugangs

Hoffenheim schießt Leverkusen nach Belfodil-Gala ab

Ishak Belfodil (M.) war der überragende Mann beim Hoffenheimer Sieg gegen Bayer Leverkusen
Ishak Belfodil (M.) war der überragende Mann beim Hoffenheimer Sieg gegen Bayer Leverkusen
Foto: © getty, Alex Grimm
29. März 2019, 22:24

Trotz seiner hochgehandelten Jungstars um "100-Millionen-Euro-Mann" Kai Havertz verliert Bayer Leverkusen die Champions League immer mehr aus den Augen. Die Werkself unterlag zum Auftakt des 27. Bundesliga-Spieltags in einer packenden Partie 1:4 (1:1) bei der TSG Hoffenheim und kassierte ihre zweite Pleite in Folge.

Durch die Niederlage liegt Bayer vorerst fünf Punkte hinter dem rheinischen Rivalen Borussia Mönchengladbach auf Platz vier. Der Algerier Belfodil (10., 61.), ein Eigentor von Sven Bender (52.) sowie Andrej Kramaric (79.) sorgten für den deutlichen Sieg der Kraichgauer, die bis auf einen Punkt an Bayer herangerückt sind. Daran änderte auch das Tor des Ex-Hoffenheimers Kevin Volland (17.) nichts.

"Wir haben die Druckphase von Leverkusen in den ersten Minuten gut überstanden. Dann sind wir etwas glücklich in Führung gegangen. Insgesamt haben wir aber alles sehr gut umgesetzt, was wir uns vorgenommen hatten. Die Jungens haben das auch emotional sehr gut gemacht. Sie wussten, dass es unsere letzte Chance ist, oben dran zu bleiben", freute sich TSG-Trainer Julian Nagelsmann am "Eurosport"-Mikrofon.

Vor der Begegnung hatten die Spekulationen um Bayer-Nationalspieler Havertz für Schlagzeilen gesorgt. Die Leverkusener wollen das 19 Jahre alte Ausnahmetalent angeblich nicht unter 100 Millionen Euro ziehen lassen. Gleichzeitig soll Rekordmeister Bayern München eine Offerte in Höhe von 75 Millionen Euro vorbereiten, um Havertz im kommenden Jahr aus seinem bis 2022 laufenden Vertrag auszulösen.

Schulz fehlt seinen Hoffenheimern gesperrt

Die 28.350 Zuschauer in der Sinsheimer Arena sahen schon in der dritten Minute die erste große Möglichkeit für die Gäste. Nach einem Querpass von Leon Bailey klärte TSG-Verteidiger Benjamin Hübner in höchster Not vor dem einschussbereiten Volland.

Die Kraichgauer, die ohne den gesperrten Nationalspieler Nico Schulz auskommen mussten, bekamen in der Anfangsphase kein Bein auf den Boden. Die Leverkusener, bei denen der gesperrte Wendell fehlte, dominierten den Gastgeber.

Um so überraschender fiel die Führung durch Belfodil nach einem tollen Konter über Hübner und den kroatischen Vize-Weltmeister Kramaric. Der Leverkusener Nationalspieler Jonathan Tah war mit seinem Stellungsfehler auch an diesem Treffer beteiligt.

Die Rheinländer waren aber nur kurz beeindruckt. Nach Vorarbeit von Nationalspieler Julian Brandt traf Volland per Kopf zum Ausgleich. Kurz nach dem Tor vergaben Karim Bellarabi und Volland eine Doppelchance zur Führung (20.).

Auf der Gegenseite sorgte Kerem Demirbay für Gefahr (22.). Zwei Minuten später musste Bellarabi aufgrund einer Oberschenkelverletzung raus. Für ihn kam Charles Aránguiz. In der 29. Minute hatte Kramaric die erneute Führung für die TSG auf dem Fuß.

Belfodil erzielt ein weiteres Abseits-Tor

Drei Minuten später hatte Leverkusen Glück, dass Belfodil bei seinem vermeidlichen zweiten Tor hauchdünn im Abseits stand. Kurz darauf vergab Leonardo Bittencourt für die TSG (34.). Nur zwei Minuten später musste auch Bayer-Kapitän Lars Bender angeschlagen vom Platz, für ihn kam Mitchell Weiser. Die letzte Chance der begeisternden ersten Hälfte vergab Brandt (42.).

Kurz nach dem Seitenwechsel war auch Hoffenheim von einer Verletzung betroffen. Joelinton musste runter, Nadiem Amiri kam (51.). Nur wenige Sekunden nach seiner Einwechslung brachte der 22-Jährige den Ball Richtung Tor, Bender fälschte unhaltbar für seinen Torwart Lukas Hrádecký ab.

Nach dem Rückstand drängte Leverkusen auf den Ausgleich, Brandt (57.) und Bailey (59.) vergaben. Belfodil und Kramaric machten es auf der Gegenseite besser.

Leverkusens Trainer Peter Bosz zeigte sich nach den 90 Minuten selbstkritisch: "Wenn man Chancen bekommt, muss man auch die Tore machen. Das haben wir nicht gemacht. Wir haben zunächst ganz ordentlich gespielt und mussten dann zweimal auswechseln. Danach haben wir die Orientierung verloren und schlecht verteidigt. Letztlich haben wir zurecht verloren."

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