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Der erhoffte Aufschwung ist ausgeblieben

Sanches beim FC Bayern: Gefangen auf dem Abstellgleis

Renato Sanches hat es zur Zeit nicht leicht beim FC Bayern
Renato Sanches hat es zur Zeit nicht leicht beim FC Bayern
17. Januar 2019, 15:56
sport.de
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Gerade einmal 666 Minuten stand Renato Sanches in der Hinrunde in allen Wettbewerben für den FC Bayern München auf dem Platz. Zu wenig für den Verein und natürlich auch zu wenig für die persönlichen Ansprüche des Portugiesen, dessen Zukunft offener denn je ist. Dabei weckte ausgerechnet ein Gastspiel in der Heimat auf allen Seiten große Hoffnungen.

Ein lauer Spätsommer-Abend Ende September in Lissabon: Es läuft die 54. Minute. Die Bayern führen beim Königsklassen-Gastspiel gegen Benfica bereits mit 1:0. Da tritt Sanches endgültig ins Rampenlicht. Der Mittelfeldspieler treibt den Ball aus der eigenen Hälfte nach vorn, schüttelt mit seiner beeindruckenden Physis und einem zuvor kaum gekannten Selbstbewusstsein gleich mehrere Gegenspieler ab und legt nach außen. Wenige Sekunden später landet der Ball nach Flanke von James im Sechzehner genau auf dem Fuß des Portugiesen, der zum vorentscheidenden 2:0 einnetzt. 

Jubel-Stürme brechen los. Auf dem Platz, auf der Bank, im Bayern-Fanblock. Aber auch im Heimbereich erheben sich die Fans, um Sanches zu applaudieren, ihrem Wunderkind, dem verlorenen Sohn, der seit der Kindheit das Trikot des Klubs getragen hatte und im Sommer 2016 als bester Youngster der Europameisterschaft für 35 Millionen Ablöse nach München gewechselt war. 

"Ich habe zehn Jahre für Benfica gespielt. Das ist ein tolles Gefühl, zu spielen und zu treffen. Ich bin sehr glücklich", sagte der 21-Jährige hinterher. "Er hat das phantastisch gemacht. Er war ein sehr großer Mehrwert für unser Spiel", lobte Niko Kovac, der eigentlich Thiago für die Startelf vorgesehen hatte. Doch dieser musste wegen einer Verletzung passen. "Da habe ich mir gedacht, dass es der richtige Zeitpunkt und der richtige Platz für Renato ist."

Sanches lässt mit dem FC Bayern Punkte liegen

Hasan Salihamidzic erklärte noch in Lissabon, er hoffe, "dass es nur der Anfang ist". Doch der Wunsch des Sportdirektors erfüllte sich nicht. Kaum stand Sanches über 90 Minuten in der Bundesliga auf dem Feld, reichte es gegen den FC Augsburg nicht zum Sieg. 

Es folgten zwei Niederlagen gegen Hertha (0:2) und Borussia Mönchengladbach, bei denen der Portugiese jeweils etwas mehr als eine Stunde und eine halbe Stunde auf dem Platz stand und - statt für weitere Höhepunkte zu sorgen - zum Gesicht der aufkommenden Krise des deutschen Rekordmeisters wurde.

Die großen Erwartungen waren da längst gebremst, der erhoffte Schwung verfolgen: Sanches, im Überschwang nach seinem starken Auftritt in Lissabon noch mit Lothar Matthäus verglichen, war wieder auf dem Boden der Tatsachen angekommen. Bis zum Jahresende folgten Kurzeinsätze gegen Top-Teams, länger durfte der 21-Jährige nur gegen Freiburg (1:1) und Düsseldorf (3:3) ran. Auch hier fehlten am Ende wichtige Punkte. 

Sanches: "Ich bin glücklich beim FC Bayern, aber ..."

Trotz allem steckte Sanches den Kopf nicht in den Sand, ignorierte seine schwierige Situation geradezu und forderte mehr Beachtung. "Ich bin glücklich, aber natürlich will ich mehr spielen", gab Sanches Mitte Januar gegenüber "Sport1" zu. "Ich möchte einfach das Beste für mich und wenn es das Beste ist, zu bleiben, dann bleibe ich. Wenn es für mich das Beste ist, zu gehen, dann gehe ich", so der 21-Jährige vielsagend. 

Der "kicker" hatte zuvor berichtet, dass Sanches ein heißer Kandidat für einen Wintertransfer sei. Ob in Form eines Leihgeschäfts oder eines fixen Transfers, blieb jedoch offen. Genauso wie die Frage, ob eine weitere Leihe überhaupt Sinn ergeben könnte. Schließlich war bereits die Leihe zu Swansea City in der Saison 2017/2018 für allen Seiten enttäuschend verlaufen

Konkurrenz beim FC Bayern macht es Sanches nicht leicht

Für eine rosige Zukunft in München spricht zur Zeit wenig. Die Konkurrenz im zentralen Mittelfeld ist mit Leon Goretzka, Thiago und neuerdings auch Joshua Kimmich groß. Wenn Corentin Tolisso im März nach seiner Kreuzbandverletzung zurückkehrt, dürften die Sterne nicht besser stehen für Sanches, der im Vergleich zu seinen Mitbewerbern zu viele Schwächen offenbart.

Bis heute kämpft das einstige Wunderkind mit altbekannten Problemen: Ungenauigkeiten im Passspiel fallen ebenso ins Auge wie seine oftmals plumpe Zweikampfführung. Auffällig: Zählte Renato Sanches in der Liga zur Startformation, sprang kein einziger Sieg heraus (drei Remis, eine Niederlage).

Macht der 35-Millionen-Mann, dessen Vertrag noch bis 2021 datiert ist, in der Rückrunde nicht einen deutlichen Sprung nach vorn, dürfte er beim FC Bayern ganz schnell wieder komplett auf dem Abstellgleis landen. Schließlich kann der Klub nicht jeden Tag gegen Benfica spielen. 

Chris Rohdenburg

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