In knapp vier Wochen öffnet das Winter-Transferfenster. sport.de blickt auf die Planungen von Borussia Dortmund: Wer geht? Wer kommt? Wer bleibt? Der BVB im Transfer-Check.
BVB im Transfer-Check: Die Torhüter
Vorhandenes Personal: Roman Bürki, Marwin Hitz, Eric Oelschlägel

Situation
Bürki glänzt nach wackliger Vorsaison inzwischen als sicherer Rückhalt, gehört zu den besten Keepern der Bundesliga. Hitz zeigte beim verletzungsbedingten Ausfall der Nummer eins im Top-Spiel gegen den FC Bayern, dass er ein zuverlässiger Ersatzmann ist. Oelschlägel kommt wie geplant nur in der Regionalliga-Reserve des BVB zum Einsatz.
Wenn nichts Unvorhergesehenes passiert, steht das Dortmunder Torwart-Trio für den Rest der Spielzeit.
Wer soll/darf gehen?
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Wer soll kommen?
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BVB im Transfer-Check: Die Abwehr
Vorhandenes Personal: Manuel Akanji, Abdou Diallo, Achraf Hakimi, Lukasz Piszczek, Marcel Schmelzer, Jeremy Toljan, Ömer Toprak, Dan-Axel Zagadou
Situation
Die Transfers von Diallo und Hakimi haben die in der enttäuschenden Vorsaison phasenweise löchrige Defensive des BVB auf ein neues Niveau gehoben.
Der Ex-Mainzer Diallo überzeugte als Innenverteidiger und mit Abstrichen auf der linken Abwehrseite. Hakimi beackert beide Außenverteidigerpositionen gleichermaßen stark.
Der Marokkaner ist bis 2020 ohne Kaufoption von Real Madrid ausgeliehen, soll nach dem Willen von Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke aber fest verpflichtet werden.
Unter Trainer Lucien Favre machte zudem Zagadou einen riesigen Schritt nach vorne. Piszczek und der aktuell verletzte Schmelzer (Knochenödem im Knie) zeigten sich ebenfalls stark formverbessert.
Darüber hinaus bestätigte Akanji die positiven Eindrücke seines ersten halben Jahres in Dortmund und ist unumstrittener Abwehrchef.
Toprak ist angesichts der starken Leistungen der Youngster nur als Backup gefragt. Toljan schaffte es nur ein einziges Mal in den Profi-Kader.
Wer soll/darf gehen?
Nach nur anderhalb Jahren könnten sich die Wege von Jeremy Toljan und dem BVB im Winter schon wieder trennen. Wenn ein adäquates Angebot für den U21-Europameister von 2017 eintrudelt, werden sich die Dortmunder Verantwortlichen damit beschäftigen.
Wer soll kommen?
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BVB im Transfer-Check: Das Mittelfeld
Vorhandenes Personal: Dzenis Burnic, Mahmoud Dahoud, Thomas Delaney, Sergio Gómez, Raphael Guerreiro, Shinji Kagawa, Marco Reus, Sebastian Rode, Julian Weigl, Axel Witsel
Situation
Drei Plätze gibt es im Mittelfeld des BVB in der Regel, alle drei sind im Normalfall fest vergeben: Witsel und Delaney halten der Offensive als Abräumer und Strategen in Personalunion den Rücken frei. Reus spielt als sehr weit vorne postierter Zehner die wohl beste Saison seiner Karriere.

Die anderen durchaus namhaften Profis müssen sich hinten anstellen: Dahoud kam zu Saisonbeginn regelmäßig zum Einsatz, zuletzt aber kaum noch. Den etatmäßigen Linksverteidiger Guerreiro sieht Favre eher im Mittelfeld. Der portugiesische Europameister ist ab und an als Rollenspieler gefragt. Weigl pendelt zwischen Bank und Tribüne sowie (in Ausnahmefällen) der Startelf.
Mit Kagawa kann Favre kaum etwas anfangen, zu festgelegt ist der Publikumsliebling auf die neue Reus-Position hinter den Spitzen. Burnic, Gómez und vor allem Rode spielen bislang gar keine Rolle in den Überlegungen des Schweizers.
Wer soll/darf gehen?
Dass Kagawa über den Januar hinaus noch in Dortmund spielt, ist unwahrscheinlich. Der Japaner liebäugelt mit einem Wechsel nach Spanien, auch der VfB Stuttgart soll interessiert sein. Rode und Burnic stehen ebenfalls auf der Verkaufsliste. Potenzielle Abnehmer für das Duo werden aktuell allerdings nicht gehandelt. Gerade Rodes Gehalt von angeblich rund sechs Millionen Euro dürfte viele Interessenten abschrecken. Unwahrscheinlich, aber nicht gänzlich ausgeschlossen ist zudem ein Abgang von Weigl. PSG mit Trainer Thomas Tuchel soll interessiert sein.
Wer soll kommen?
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BVB im Transfer-Check: Der Angriff
Vorhandenes Personal: Mario Götze, Jacob Bruun Larsen, Alexander Isak, Paco Alcácer, Maximilian Philipp, Christian Pulisic, Jadon Sancho, Marius Wolf
Situation
Mit der Verpflichtung von Alcácer ist BVB-Sportdirektor Michael Zorc einmal mehr ein Geniestreich gelungen. Der Spanier kam für insgesamt rund 23 Millionen Euro vom FC Barcelona - für heutige Verhältnisse ein Schnäppchenpreis. Alcácer erzielte bislang überragende elf Tore in ebenso vielen Pflichtspielen für die Schwarzgelben.

Favre fand zudem für das im Mittelfeld verzichtbare Sorgenkind Götze in vorderster Front eine neue Position. Götzes Auftrag zuletzt: die gegnerischen Defensivreihen müde spielen und so den Weg für Super-Joker Alcácer ebnen.
Auf den offensiven Außenbahnen brilliert Englands Mega-Talent Sancho, auch Bruun Larsen gehört zu den großen Gewinnern im Dortmunder Kader.
Etwas im Schatten der beiden steht Pulisic, der zuletzt überwiegend von der Bank kam und den BVB im kommenden Sommer wohl verlassen wird.
Auch die Reservisten Philipp und Wolf versäumten es, sich zu Saisonbeginn nachhaltig für mehr Einsatzzeit zu empfehlen. Für den schwedischen Youngster Isak ist die Bundesliga - zumindest angesichts der Dortmunder Ambitionen - nach wie vor eine Nummer zu groß.
Wer soll/darf gehen?
Isak braucht mit seinen 19 Jahren dringend Spielpraxis auf höherem Niveau als in der Regionalliga West, in der er unregelmäßig für die Zweitvertretung des BVB zum Einsatz kommt. Sein Heimatverein AIK Solna und der spanische Erstligist Real Valladolid sollen Interesse an einer Verpflichtung haben. Die Borussia dürfte zunächst ein Leihgeschäft favorisieren.
Wer soll kommen?
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Tobias Knoop
































