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BVB, Gladbach, Frankfurt und RB Leipzig im Meister-Check

Wer beerbt den FC Bayern?

BVB, Gladbach, Frankfurt und RB Leipzig streiten um die Nachfolge des FC Bayern
BVB, Gladbach, Frankfurt und RB Leipzig streiten um die Nachfolge des FC Bayern
Foto: © ULMER
30. November 2018, 10:37
sport.de
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Borussia Dortmund, Borussia Mönchengladbach, Eintracht Frankfurt oder RB Leipzig: Welches Team der neuen "Big Four" in der Fußball-Bundesliga kann den FC Bayern München als Titelträger beerben? sport.de macht den großen Meister-Check.

Borussia Dortmund

Der große Umbruch beim BVB im Sommer ist auf ganzer Linie geglückt und trug viel schneller Früchte als erwartet. Fast alle Neuzugänge schlugen ein und Trainer Lucien Favre beweist Woche für Woche sowohl taktisches Geschick als auch ein goldenes Händchen bei seinen Einwechslungen.

Auch hinter den Kulissen läuft es wieder rund: Sebastian Kehl sorgt als neuer Leiter der Lizenzspielerabteilung unter anderem für Disziplin in der Mannschaft. Berater Matthias Sammer zieht zusammen mit Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke und Sportdirektor Michael Zorc im Hintergrund die Fäden.

Stärken

Der BVB stellt die beste Offensive (30 Treffer) und die zweitbeste Defensive (13 Gegentreffer) der Liga. Der Kader ist in Spitze und Breite hervorragend besetzt. Zudem stimmt die Mentalität der Mannschaft, was vier Siege und ein Remis nach Rückstand beweisen.

Lucien Favre brachte den BVB wieder auf Kurs
Lucien Favre brachte den BVB wieder auf Kurs

Schwächen

Die Dortmunder Schwachstellen muss man momentan mit der Lupe suchen. Es gibt sie dennoch: Die Besetzung im Sturmzentrum bleibt dünn, für Torjäger Paco Alcácer gibt es keinen gleichwertigen Ersatz. Und der große Kader (29 Profis) mit vielen unzufriedenen Spielern könnte noch für Probleme sorgen.

Prognose

Eigentlich kann sich der BVB in der momentanen Verfassung nur noch selbst schlagen. Bleibt die Mannschaft "scharfgestellt", wie es Watzke zuletzt forderte, dürfte ihr der Titel kaum zu nehmen sein.

Titel-Wahrscheinlichkeit: 75 Prozent

Borussia Mönchengladbach

In der vergangenen Saison verspielte Gladbach nach einer ordentlichen Hinrunde im zweiten Halbjahr noch die Teilnahme am Europapokal.

Trainer Dieter Hecking zog daraus die richtigen taktischen Lehren, lässt nun offensiver sowie variabler spielen. Dadurch hob er Spieler wie Thorgan Hazard oder Jonas Hofmann auf ein neues Level.

Zudem zog Manager Max Eberl einmal mehr einige gute Neuverpflichtungen an Land.

Thorgan Hazard ist einer der Gladbacher Leistungsträger
Thorgan Hazard ist einer der Gladbacher Leistungsträger

Stärken

Mannschaftliche Geschlossenheit, diszipliniertes Arbeiten gegen den Ball, Effizienz im Offensivspiel: Gladbach zeigt derzeit viele Eigenschaften einer echten Spitzenmannschaft. Dazu kommt, dass sich die Hecking-Elf nach dem Aus im DFB-Pokal ganz auf die Liga konzentrieren kann.

Schwächen

Vor allem im Vergleich zur Namenscousine aus Dortmund fehlt der Borussia vom Niederrhein die Tiefe im Kader. Sollte Gladbach bis zum Saisonende um den Titel mitspielen, könnte die derzeitige Euphorie außerdem in (zu) großen Druck umschlagen.

Prognose

Einen Absturz wie in der vergangenen Spielzeit hat die Fohlenelf nicht zu fürchten. Ein ernsthafter Meisterschaftskandidat ist Gladbach aber wohl (noch) nicht. Schlüsselspiel für den weiteren Saisonverlauf könnte das Duell mit dem BVB kurz vor Weihnachten werden.

Titel-Wahrscheinlichkeit: 10 Prozent

Eintracht Frankfurt

Gefühlt war Trainer Adi Hütter nach dem 0:5 im Supercup gegen den FC Bayern, dem blamablen Pokalaus bei Viertligist SSV Ulm und nur einem Sieg aus den ersten fünf Bundesligaspielen schon entlassen.

Doch dann folgte die Wende um 180 Grad: Unter der Regie des österreichischen Kovac-Nachfolgers verlor die Eintracht seit Anfang Oktober kein einziges Spiel mehr und verzückt mit begeisterndem Offensivspiel.

Eintracht Frankfurt begeistert die Bundesliga
Eintracht Frankfurt begeistert die Bundesliga

Stärken

Ante Rebic, Luka Jovic und Sébastien Haller gehören derzeit zum besten, was Fußball-Europa in Sachen Offensive zu bieten hat. Das Trio erzielte zusammen bereits 28 Treffer. Viele fleißige Helferlein halten dem magischen Dreieck den Rücken frei.

Schwächen

Nicht immer stimmte bei der Eintracht zuletzt die Balance zwischen Offensivwirbel und defensiver Stabilität. Dazu kommt, dass die individuelle Klasse von Rebic, Jovic und Haller im Falle von Formschwächen oder Ausfällen nicht zu ersetzen ist.

Prognose

Die aktuelle Euphorie-Welle wird die Frankfurter aller Voraussicht nach nicht bis Saisonende tragen. Unruhe droht zudem, wenn internationale Top-Klubs spätestens im Frühjahr ernsthaft damit beginnen, an den Offensiv-Stars zu baggern.

Titel-Wahrscheinlichkeit: 5 Prozent

RB Leipzig

Vor der Saison durfte man durchaus gespannt sein, ob die Leipziger Übergangslösung mit Ralf Rangnick als Trainer funktionieren würde.

Doch bislang macht der etatmäßige Sportdirektor einen guten Job als Steigbügelhalter für Julian Nagelsmann, der im Sommer aus Hoffenheim nach Sachsen wechselt.

RB meistert vor allem den Spagat zwischen Europa League und Liga-Alltag besser als in der vergangenen Saison unter Ralph Hasenhüttl.

Ralf Rangnick ist Übergangstrainer von RB Leipzig
Ralf Rangnick ist Übergangstrainer von RB Leipzig

Stärken

Erst zehn Treffer kassierte RB in der Bundesliga - eine deutlich bessere Bilanz als Dortmund (13), Gladbach und Frankfurt (beide 14). Rangnick legt noch mehr Wert als Vorgänger Hasenhüttl auf eine aggressive Spielweise, impfte seinem Team zudem zuletzt eine größere taktische Variabilität ein.

Schwächen

Der Leipziger Kader ist in der Breite zwar gut aufgestellt, allerdings nicht sehr groß. Rechnet man einige blutjunge Eigengewächse heraus, umfasst er nur 19 Feldspieler - ein mögliches Problem angesichts der Dreifachbelastung. Mit nur 22 erzielten Treffern stellt RB zudem das offensivschwächste Team der "Big Four".

Prognose

Durch die überraschende 0:1-Pleite beim VfL Wolfsburg haben die Leipziger bereits acht Treffer Rückstand auf Spitzenreiter Dortmund. Vor der Winterpause hat die Rangnick-Truppe noch die schweren Duelle mit Gladbach und dem FC Bayern vor der Brust.

Dass es bis zum Ende der Hinrunde gelingt, die Lücke nach oben zu schließen, ist deswegen eher unwahrscheinlich.

Titel-Wahrscheinlichkeit: 10 Prozent

Tobias Knoop

12. Spieltag
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Bor. Mönchengladbach
Bor. Mönchengladbach
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RB Leipzig
RB Leipzig
RB Leipzig
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FC Bayern München
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SV Werder Bremen
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1. FC Köln
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1. FC Union Berlin
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1. FC Heidenheim 1846
1. FC Heidenheim 1846
Heidenheim
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TSG Hoffenheim
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FC Augsburg
Augsburg
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Sa, 29.11.
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Borussia Dortmund
Borussia Dortmund
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1FC Bayern MünchenFC Bayern MünchenFC Bayern12111044:93534
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3Borussia DortmundBorussia DortmundBVB1274121:111025
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6VfB StuttgartVfB StuttgartStuttgart1271421:17422
7Eintracht FrankfurtEintracht FrankfurtE. Frankfurt1263328:23521
8SC FreiburgSC FreiburgFreiburg1244416:20-416
9SV Werder BremenSV Werder BremenSV Werder1244416:21-516
101. FC Köln1. FC Köln1. FC Köln1243521:20115
111. FC Union Berlin1. FC Union BerlinUnion Berlin1243515:19-415
12Bor. MönchengladbachBor. MönchengladbachM'gladbach1234516:19-313
13Hamburger SVHamburger SVHamburger SV1233611:18-712
14FC AugsburgFC AugsburgAugsburg1231815:27-1210
15VfL WolfsburgVfL WolfsburgWolfsburg1223714:22-89
161. FC Heidenheim 18461. FC Heidenheim 1846Heidenheim1222810:27-178
17FC St. PauliFC St. PauliSt. Pauli1221910:24-147
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1FC Bayern MünchenHarry Kane414
2Eintracht FrankfurtJonathan Burkardt18
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