Nach dem nächsten Eklat von Ousmane Dembélé vom FC Barcelona meldete sich nun Frankreich-Trainer Didier Deschamps zu Wort.
"Seine Ausreden, wenn er zu spät kommt, sind mir schon bekannt. Zu seiner Verteidigung wird er sagen: Ich bin nicht der Einzige", kritisierte der 50-Jährige seinen Schützling ungewohnt scharf. Dennoch nominierte Deschamps den Ex-BVB-Spieler für die anstehenden Länderspiele gegen die Niederlande und Uruguay.
Dembélés Berater, Moussa Sissoko, versuchte hingegen die Gemüter zu beruhigen. "Ousmane hat keinen Zweifel daran, bei Barça bleiben zu wollen. Er arbeitet weiter hart, er ist bei einem großen Klub und Didier Deschamps nominiert ihn weiterhin für die französische Nationalmannschaft", sagte Sissoko gegenüber dem Radiosender "RMC" und ergänzte: "Ich bin überzeugt davon, dass Valverde ihn auch mag."
Außerdem habe Sissoko mit Barca-Geschäftsführer Eric Abidal gesprochen. "Er ist sehr glücklich mit Ousmane. Er sagte, dass er sehr gut trainiert", erzählte der Berater.
Am vergangenen Donnerstag hatte sich Dembélé erst mit 90-minütiger Verspätung vom Training der Blaugrana abgemeldet und seinen Ausfall für die Übungseinheit mit Magen-Darm-Beschwerden begründet.
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Berater sucht nach Entschuldigung
"Ich kann nicht nachvollziehen, dass es so eine Berichterstattung gibt, wenn Ousmane krank ist. Der Arzt hat bestätigt, dass er krank war. Er hatte die ganze Nacht nicht geschlafen. Deshalb war er müde und hat das morgendliche Training verpasst", kommentierte Sissoko den Vorfall.
Zwei Tage nach der verspäteten Krankmeldung des Franzosen strich Barca-Trainer Ernesto Valverde das "Enfant Terrible" aus dem Kader für das Punktspiel am Sonntag gegen Real Betis.
Wenige Stunden nach der Partie sorgte der 21-Jährige offenbar für neuen Ärger. Wie spanische Medien berichten, hielt sich Dembélé nach seiner Suspendierung nicht an das vom FC Barcelona vorgegebene Protokoll. Demnach hätte der Flügelstürmer lange vor dem Anpfiff des Spiels gegen Sevilla (3:4) auf der Tribüne sein sollen, tauchte stattdessen aber erst mit erheblicher Verspätung auf.
"Ousmane ist 21 Jahre alt und spielt in Barcelona - einem der besten Klubs der Welt", suchte sein Berater nach Entschuldigungen: "Er hatte einen großartigen Start in die Saison mit sechs Treffern und zwei Vorlagen. Ich verstehe die aktuelle Kritik nicht."
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Widerstand gegen Dembélé immer größer?
Innerhalb der Mannschaft soll nach den neuerlichen Eskapaden des Weltmeisters der Widerstand gegen Dembélé wachsen. Der Franzose, der angeblich nur zu seinem Landsmann Samuel Umtiti ein gesundes Verhältnis pflegen soll, wird laut Medienberichten von den anderen Barca-Stars als Klotz am Bein betrachtet.
Zudem habe sich die Gewissheit breit gemacht, dass Dembélé seine Ablösesumme in Höhe von weit über 100 Millionen Euro nicht wert sei, heißt es. Seine Disziplinlosigkeiten haben dem Franzosen angeblich endgültig ins Abseits manövriert.
Dembélé war im Sommer 2017 nach einem Streik von Bundesligist Borussia Dortmund zu Barcelona gewechselt. Die Ablöse für den Offensivspieler hatte 105 Millionen Euro betragen; dazu kommen mögliche Bonuszahlungen von bis zu 42 Millionen Euro.





























