Nach einem katastrophalen Saisonstart belegt der spanische Fußball-Klub Real Madrid derzeit nur den siebten Rang der Primera Division. Für Ramón Calderón, der zwischen 2006 und 2009 selbst Präsident der Königlichen war, liegt die Krise in erster Linie am Abgang von Cristiano Ronaldo.
"Die aktuelle Situation ist in erster Linie die Konsequenz des Verkaufs von Cristiano Ronaldo. Man kann keinen Spieler ersetzen, der in neun Jahren 450 Tore erzielt hat. Dass diese Qualität Real Madrid zurzeit fehlt, ist offensichtlich", erläuterte der 67-Jährige im gemeinsamen Interview von "Spox" und "Goal".
Doch auch die derzeitige Vereinsführung beim amtierenden Champions-League-Sieger müsse sich Kritik gefallen lassen. So hätten die Bosse es versäumt, rechtzeitig einen Ersatz wie Bayern-Star Robert Lewandowski zu verpflichten: "Es war ein riesiger Fehler, ihn nicht zu verpflichten. Lewandowski hat seine Klasse über Jahre hinweg bewiesen. Jetzt ist ein Transfer aber zu spät."
Lopetegui-Entlassung bereits sicher?
Für den ehemaligen Funktionär ist klar, dass am Ende Trainer Julen Lopetegui die Verantwortung tragen müsse und nicht zu halten sei.
"Ehrlich gesagt bin ich mir sicher, dass Julens Entlassung unabhängig von dem Clásico bereits beschlossene Sache ist. Leider. Es wäre nicht richtig, ihn schon nach drei Monaten zu entlassen. Er muss einen Umbruch managen. Ohne Cristiano, nach einer WM. Das ist eine brutale Aufgabe, die Zeit erfordert", so Calderón weiter.
Die Spekulationen, dass José Mourinho die Nachfolge von Lopetegui antreten wird, treffen nach Einschätzung des Juristen voll ins Schwarze: "Ich bin mir sogar ohne jeden Zweifel sicher, dass Mourinho zurückkehren wird. Ob jetzt oder nächsten Sommer. Das kommt natürlich auch darauf an, wie es mit Mourinho und Manchester United weitergeht."
Trotz der aktuellen Krise sieht Calderón die Madrilenen im bevorstehenden Clásico gegen den FC Barcelona aber nicht gänzlich chancenlos. "Barcelona mag den Vorteil besitzen, zu Hause zu spielen, ist aber auch nicht gut in Form und muss auf Messi verzichten. Es ist für kein Orchester diese Welt einfach, ohne seinen Dirigent aufzutreten."





























