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Trainer Köllner sitzt (noch) fest im Sattel

Zwei Spiele, 0:13 Tore: Club wird zur Schießbude der Liga

Für Michael Köllner und den 1. FC Nürnberg setzte es zuletzt zwei heftige Pleiten
Für Michael Köllner und den 1. FC Nürnberg setzte es zuletzt zwei heftige Pleiten
Foto: © getty, Boris Streubel
08. Oktober 2018, 11:10

0:7 in Dortmund, 0:6 in Leipzig: Aufsteiger 1. FC Nürnberg zahlt in der Fußball-Bundesliga viel Lehrgeld. Für Trainer Michael Köllner spiegeln die Ergebnisse die ungleichen Kräfteverhältnisse wider. Um seinen Job fürchten muss er offenbar nicht.

Michael Köllner zuckte ratlos mit den Schultern, als er die nächste schlechte Botschaft für die leidgeprüften Fans des 1. FC Nürnberg verkündete. "Ausschließen?", entgegnete der Trainer des Bundesliga-Aufsteigers nach dem peinlichen 0:6 (0:4) bei RB Leipzig auf Nachfrage. Nein, dass der Club im weiteren Saisonverlauf ein neuerliches Debakel erleben werde, "kann ich nicht ausschließen."

Zum zweiten Mal innerhalb von zwölf Tagen hatte der Aufsteiger auswärts zum Schützenfest geladen. Dem 0:7 bei Borussia Dortmund folgte am Sonntagabend ein verdientes halbes Dutzend in Leipzig. 13 Gegentore in zwei Spielen - zumindest in der Fremde ist der Club derzeit nicht erstligareif.

Der Illusion, dass der FCN nach sieben Spieltagen nun genug Lehrgeld gezahlt hat, durfte sich in Franken aber niemand hingeben. Mit Leistungen wie in Leipzig sind weitere deftige Niederlagen vorprogrammiert.

Halbherzig in den Zweikämpfen, fahrig in der Spieleröffnung

"Ich kann es mir nicht erklären", sagte Außenverteidiger Enrico Valentini: "Die Tore kommen zu früh und zu schnell. Wir kamen gar nicht in die Zweikämpfe, nicht ein einziger." Schlussmann Fabian Bredlow, der eine Torwart-Debatte erwartete ("Wenn nicht jetzt, wann dann?"), sah "zu viel Respekt" bei seiner Mannschaft.

Halbherzig in den Zweikämpfen, fahrig in der Spieleröffnung - am Ende war Nürnberg mit den sechs Treffern von Kevin Kampl (3.), Yussuf Poulsen (7.), Marcel Sabitzer (21./55.) und Nationalspieler Timo Werner (32./59.) noch gut bedient. Angesichts des verschossenen Elfmeters von Werner (63.) und dem Pfostentreffer von RB-Kapitän Willi Orban (69.) hätte die Niederlage leicht noch höher ausfallen können.

Köllner: Spieler "kommen an ihre Grenzen"

Für Köllner war der Klassenunterschied schlichtweg ein Beleg für die ungleichen Kräfteverhältnisse in der Bundesliga. Man müsse auch bewerten, was die andere Mannschaft für Spieler auf dem Platz habe. "Das lässt sich nicht wegdiskutieren. Die haben ein x-faches unseres Etats", sagte der 48-Jährige und ging noch weiter.

"Wir merken, dass der ein oder andere Spieler an seine Grenzen kommt. Das ist völlig normal", sagte Köllner: "Wenn sie die Grenze nicht hätten, hätten sie schon vor fünf Jahren in der Bundesliga gespielt." Auch müsse man für alles, was in den letzten Jahren in Nürnberg schiefgelaufen sei, bezahlen. "Es war klar, dass wir mit dem überraschenden Aufstieg eine Hypothek zu tragen haben", sagte er.

Köllners Job ist (noch) sicher

Sorgen um seinen Job muss sich Köllner trotz der Debakel von Dortmund und Leipzig (noch) nicht machen. "Er macht einen sensationellen Job, da braucht sich keiner Gedanken zu machen, das wird sich auch bis zum Ende der Saison nicht ändern", sagte FCN-Sportvorstand Andreas Bornemann bei "Sky". Ob das Treuebekenntnis bei einer anhalten Krise Bestand haben wird, bleibt abzuwarten.

Mit acht Punkten und Tabellenplatz zwölf ist Nürnberg noch im Soll. "Es ist wichtig, dass wir die Moral in der Mannschaft aufrechterhalten", sagte Köllner. Zumindest der Spielplan meint es gut mit dem Club. Auswärts muss der 1. FC Nürnberg in der Bundesliga erst wieder Anfang November antreten...

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