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"Wir tun uns schwer, nach vorne zu spielen"

Nach Fehlstart: VfB Stuttgart will Ruhe bewahren

Beim VfB Stuttgart läuft derzeit wenig zusammen
Beim VfB Stuttgart läuft derzeit wenig zusammen
Foto: © getty, Matthias Kern
27. September 2018, 11:20

Tayfun Korkut weiß, was jetzt auf ihn zukommt: "Dass ich mich auf Kritik einstellen muss, ist normal." Großartig beschäftigen will er sich damit aber nicht.

"Ich mache mir niemals Gedanken über Rückhalt. Ich weiß, was mein Job ist", betonte der Trainer des VfB Stuttgart in der "ARD" relativ bestimmt auch nach der dritten Niederlage im fünften Saisonspiel der Schwaben.

Zwei Punkte, weiter Tabellenvorletzter der Fußball-Bundesliga. "Dass wir nicht die große Hilfe von außen herum erwarten müssen, ist uns bewusst, das haben wir uns selbst zuzuschreiben. Jetzt gilt es, die Ruhe zu bewahren", betonte Kapitän Christian Gentner.

"Wenn man nach fünf Spielen immer die Trainer entlassen würde, hätten wir zehn Trainer pro Mannschaft in einer Saison. Von daher muss man die Frage nicht stellen", sagte Abwehrmann Timo Baumgartl.

Es blieb ihnen auch nicht viel mehr übrig, als Einigkeit und Besonnenheit zu beschwören. Nur eine halbe Stunde lang hielten die Stuttgarter beim 0:2 auswärts gegen RB Leipzig mit.

"Wir tun uns schwer, nach vorne zu spielen"

Chancen konnte sich das Team von Korkut am Mittwochabend allerdings nicht mal in seiner besten Phase herausspielen gegen eine Leipziger Mannschaft, die in dieser Saison im 13. Pflichtspiel erst zum dritten Mal kein Gegentor kassierte.  Zuvor hatten nur der BK Häcken (0:4) und Zorya Lugansk (0:0) nicht gegen die Mannschaft des ehemaligen Stuttgarter Trainers Ralf Rangnick getroffen.

"Die Mannschaft will schon, aber wir tun uns schwer, nach vorne zu spielen", konstatierte Stuttgarts Torwart Ron-Robert Zieler. Der ehemalige Nationalkeeper leitete mit einem unglücklichen Abklatscher zu einem noch unglücklicheren Zeitpunkt in der Nachspielzeit der ersten Hälfte die Führung der Leipziger ein.

Zehn Minuten vor Schluss waren alle Hoffnungen wenigstens auf einen Punkt durch den zweiten Gegentreffer komplett dahin. Ein großes VfB-Aufbäumen gab es nicht. Die Niederlage hätte auch noch höher ausfallen können.

Gegen Werder muss ein Sieg her

Eine Trainerdiskussion wollte aber auch Sportvorstand Michael Reschke im Anschluss nicht beginnen. "Er ist definitiv der Richtige", sagte der Manager mit Blick auf Korkut. "Wir diskutieren viel - aber vor allem mit dem Trainer." Aber auch Korkut dürfte wissen, dass spätestens am Wochenende auch positive Ergebnisse folgen sollten.

Jetzt kommt in Werder Bremen der bisher stark aufgelegte und vor allem ungeschlagene Tabellendritte am Samstag nach Stuttgart. Man müsse die erste halbe Stunde in Leipzig mitnehmen ins Heimspiel, forderte Korkut.

"Wir müssen so beginnen, dass wir das Spiel hoffentlich mit einem Sieg beenden", sagte der 44-Jährige. Ansonsten wird er sich zwangsläufig mit seiner prekären Situation beschäftigen müssen.

 

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