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Beyer schafft Konkurrenzkampf in Mönchengladbach

Stall-Power: Gladbach setzt aufs richtige Fohlen

Louis Beyer hat die Abwehrsorgen zum Saisonstart in Gladbach vergessen gemacht
Louis Beyer hat die Abwehrsorgen zum Saisonstart in Gladbach vergessen gemacht
Foto: © getty, Christof Koepsel
12. September 2018, 07:47
sport.de
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Aus der Not eine Tugend machen: Nachdem sich bei Fußball-Bundesligist Borussia Mönchengladbach vor der Saison gleich zwei wichtige Verteidiger verletzten, behielt der Klub klaren Kopf und setzte auf das 18-jährige Eigengewächs Louis Jordan Beyer. Nun ist ein nicht geahnter Konkurrenzkampf entfacht.

Die Hiobsbotschaften treffen im Sommer am Niederrhein Schlag auf Schlag ein. Zunächst zieht sich Neuzugang Michael Lang im Gladbacher Trainingslager Ende Juli einen Teilriss des Außenbandes im rechten Knie zu. Prognose: Der Schweizer Nationalspieler, der in Dieter Heckings Viererkette für die rechten Abwehrseite fest eingeplant ist, fällt wochenlang aus.

Wenige Tage später der nächste Rückschlag. Langs Landsmann Nico Elvedi muss verletzungsbedingt passen. Patellasehnenbeschwerden und eine Blinddarmoperation ziehen den Verteidiger für den Saisonstart aus dem Verkehr. Plötzlich fehlen zwei Stammkräfte in der Viererkette. Plötzlich klafft eine Lücke.

Doch anstatt panisch auf dem letzten Drücker nach einem Ersatz zu suchen, herrscht in Gladbach Ruhe. Max Eberl besinnt sich auf die "Fohlen-Philosophie", die der Sportdirektor selbst vor Jahren ausgerufen hat: Junge Spieler aus den eigenen Reihen sollen sich auf höchstem Niveau bei der Borussia entwickeln - und später gegebenenfalls für hohe Transfererlöse verkauft werden.

Beyer wittert seine Chance

Trainer Dieter Hecking muss im eigenen Stall nicht lange suchen. Im Kader der eigenen U19 findet er in Louis Jordan Beyer seinen passenden Spieler. Schon im Sommer-Trainingslager am Tegernsee hat der U19-Nationalspieler seine Visitenkarte erfolgreich hinterlegt. 

"Ich bin mir der Situation bewusst, dass jetzt eine Lücke entstanden ist", so das Gladbacher Talent in der Vorbereitung nach der Verletzung von Michael Lang. "Man gönnt das niemandem, aber es ist natürlich eine Chance." Beyer ist zur richtigen Zeit am richtigen Ort.

In der ersten Runde des DFB-Pokals beim BSC Hastedt (11:1) darf der Verteidiger gleich sein Pflichtspieldebüt bei den Profis feiern. Die Feuertaufe folgt kurz darauf am 1. Spieltag der neuen Bundesliga-Saison. 

Risiko? Beyer zieht Bailey aus dem Verkehr

Damit geht Gladbach-Coach Hecking aber auch hohes Risiko: Schließlich empfängt die Borussia ausgerechnet Liga-Rivale Bayer Leverkusen. Schließlich reist die Elf von Heiko Herrlich mit einer gefürchteten Offensive nach Gladbach. Und schließlich ist Bayers Linksaußen Leon Bailey für seine enorme Schnelligkeit und Abschlussfreude bekannt.

Der erste 2000er, der in Gladbachs Bundesliga-Geschichte auf dem Rasen steht, besteht die Feuertaufe jedoch mit Bravour. Nicht nur schaltet der gebürtige Kempener seinen Gegenspieler aus, Beyer überzeugt beim 2:0-Heimerfolg gegen die Werkself außerdem mit guter Passquote (88 Prozent) und überraschendem Offensivdrang.

Beyer ist damit der 25. Jugendspieler, der seit dem Umzug in den Borussia-Park den Sprung zu den Profis geschafft hat. Entsprechend der Tradition hängt sein Trikot mit der Nummer 15 seither im Kabinengang. Sein erstes Bundesliga-Shirt schenkt der Youngster indes seinem Vater: "Ich habe es ihm versprochen. Er hat vom ersten Tag an mich geglaubt."

Lob von ganz oben

Hecking, der Beyer letztlich vom Innen- zum Rechtsverteidiger umgeschult hat, erntet damit nun die Früchte einer langen Arbeit. "Bei Jordan zeigt sich, dass unsere gute Arbeit im Nachwuchsleistungszentrum fruchtet. Er kam topfit und gut geschult zu uns", so der 53-Jährige: "Er bringt Schnelligkeit mit, ist körperlich robust und verfügt über eine gute Spielantizipation."

Außerdem lobt der Gladbacher Übungsleiter die Entwicklung des jungen Abwehrspielers. Obwohl ihm in den Sommer-Testspielen "sicher auch mal ein Fehler" unterlaufen sei, habe er sich "davon nicht aus dem Konzept bringen lassen. Das hat mir gezeigt, dass er bereit ist."

Eine Woche später darf das Eigengewächs, das nie ein Spiel für die U23 der Borussia bestritten hat, gleich erneut von Beginn an ran. Beim 1:1 gegen den FC Augsburg geht er beherzt in die Zweikämpfe, konzentriert sich vor allem auf die defensiven Aufgaben.

In der Offensive findet er hingegen "nicht so die Lösungen", so der Coach hinterher, der jedoch relativiert: "Philipp Max hat immer wieder bei ihm auf den Füßen gestanden, da musst du dich als Noch-A-Jugendspieler erst einmal wehren. Das hat er für mich wieder gut gemacht." Nach 45 Minuten macht Beyer aufgrund der taktischen Umstellung zur Dreierkette Platz. 

Neuer Konkurrenzkampf entfacht

Nach dem gelungenen Saisonstart und pünktlich vor dem Duell am Samstagabend gegen den FC Schalke 04 (ab 18:30 Uhr im Liveticker) kehrt nun Nico Elvedi zurück. Auch Michael Lang hofft auf sein baldiges Debüt.

Der 27-Jährige weiß gleichzeitig um den neuen Konkurrenzkampf in der Verteidigung. "Wir verfolgen alle das gleiche Ziel. Keiner hat einen Freifahrtschein. Wenn man so lange verletzt war wie ich, muss man sich wieder zurückkämpfen."

Heißt: Selbst, wenn der Schweizer in den nächsten Wochen wieder topfit ist, muss er zunächst an seinem jungen Konkurrenten vorbeikommen. Für Gladbach heißt die neue Situation: Die Borussia hat aufs richtige Fohlen gesetzt.

Gerrit Kleiböhmer

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