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Schalke braucht keinen Star, der "alles überstrahlt"

Schalke-Leader Stambouli "will nicht dominant sein"

Benjamin Stambouli gilt auf Schalke als Wortführer
Benjamin Stambouli gilt auf Schalke als Wortführer
Foto: © getty, Christof Koepsel
20. August 2018, 08:36
sport.de
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Im Sommer 2016 wechselte Benjamin Stambouli aus dem französischen Starensemble Paris Saint-Germain zum Fußball-Bundesligisten FC Schalke 04, wo er sich schnell zum Leistungsträger und Leader gemausert hat. Im Interview mit dem "kicker" erklärt der 28-Jährige die Gründe für seine geringen Anlaufschwierigkeiten und seine Rolle bei S04.

"Es gibt sehr viele Typen von Führungspersönlichkeiten. Es gibt diejenigen, die von Grund auf ein dominantes Auftreten haben. Dann gibt es diejenigen, die über ein solches Charisma verfügen, dass es still wird in einem Raum, sobald sie ihn betreten. Und es gibt Leute wie mich, die eher ruhig wirken. Ich bin gerne so. Ich will nicht dominant sein", erklärt der Franzose im Interview mit dem "kicker".

Ohnehin stehe auf Schalke Gemeinschaft und "Stärke der Gruppe" im Vordergrund. Einen Star, "der alles überstrahlt", brauche das Team daher auch nicht.

Stambouli führt aus, dass seine Mitspieler ihn auch schätzen, da er sich für sie interessiere und es als seine "Pflicht" empfinde, sich zu integrieren. Er habe natürlich seine "eigene Persönlichkeit", sei und bleibe Franzose, will sich aber mit "Sprache und Mentalität der Menschen beschäftigen", in deren Land er aktuell lebe und arbeite. Dies sei schlicht "eine Frage des Respekts".

Neue Rolle vielleicht "einfach perfekt"

Sportlich findet sich Stambouli auf Schalke in einer ungewohnten Rolle wieder. Als typischer Sechser geholt, hat Coach Domenico Tedesco den Mann aus Marseille in die Abwehr beordert. Für Stambouli kein Problem. Unter Tedesco sei die rechte Position in einer Dreierkette vielleicht "einfach perfekt" für ihn, so der ehemalige U21-Nationalspieler. Daher konzentriere er sich weiterhin auf die Defensive.

Weiterhin äußerte sich Stambouli dazu, dass sich immer mehr seiner Landsleute im deutschen Oberhaus wiederfinden. "Franzosen gelten als gut ausgebildet, die Nachwuchsförderung in meinem Heimatland ist oft vorbildlich. Ich glaube, dass wir Franzosen und die Bundesliga grundsätzlich einfach gut zueinanderpassen", erläutert Stambouli. Die Bundesliga sei zudem eine "überaus attraktive Liga"und die Fußballkultur "außergewöhnlich".

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