Mit dem klaren 4:1-Heimspielerfolg gegen den 1. FC Köln hat sich der angeschlagene Fußball-Bundesligist VfL Wolfsburg in die Relegation gegen Holstein Kiel gerettet. Dort soll der Klassenerhalt zum zweiten Mal nacheinander auf den letzten Drücker klar gemacht werden.
Wie die "Sport Bild" berichtete, griffen die Wolfsburger Klubverantwortlichen zu ungewöhnlichen Mitteln, um die Profis auf das "Endspiel" gegen den 1. FC Köln einzuschwören. VfL-Geschäftsführer Wolfgang Hotze soll demnach drei Tage vor dem entscheidenden 34. Ligaspiel der Wolfsburger ins Trainingslager in den Harz gefahren sein und dort in der Kabine zu den formschwachen VfL-Stars gesprochen haben.
Inhalt seiner Ansage: Wenn der Verein und Klubeigner Volkswagen wollen, müssen alle Spieler den Gang in die 2. Liga gehen. Finanziell könnten es sich die Niedersachsen zumindest kurzfristig leisten, auch im Unterhaus keinen hochbezahlten Star abzugeben.
Mit seiner Aktion wollte Hotze offenbar den Druck auf die Spieler erhöhen, die in den Wochen zuvor vermehrt mit einer gewissen Lustlosigkeit aufgefallen waren. Mehrere Akteure sollen sich intern ziemlich offen mit Abschiedsgedanken befasst haben, falls es mit dem Klassenerhalt in diesem Jahr nicht klappen sollte.
Bemerkenswert: Offenbar fand die Ansprache des VfL-Bosses gegen den Wunsch von Cheftrainer Bruno Labbadia statt. Laut "Sport Bild" soll der Coach nicht begeistert von der Idee Hotzes gewesen sein, die Spieler derart ins Gebet zu nehmen.
Ob es ähnliche Ansagen auch vor den Relegationsduellen gegen die Kieler Störche (Hinspiel am Donnerstag um 20:30 Uhr) geben wird, ist indes nicht bekannt.




























