Nach dem angekündigten Rückzug von Mercedes drängt DTM-Chef Gerhard Berger auf einen weiteren Teilnehmer an der Rennserie.
"Ich würde gerne im Anschluss an Mercedes das nächste Zeichen setzen", sagte der 58-Jährige. Eine Lösung gebe es allerdings noch nicht. Die Zukunft der DTM ist wegen des Rückzugs des Stuttgarter Autobauers nach der Anfang Mai beginnenden Saison 2018 ungewiss.
Berger zufolge ist ein professionelles Kundenteam, das in die Serie einsteigt, eine Möglichkeit. "Ein vollständig auf Herstellern basierendes System, so wie wir es momentan haben, ist nicht gut", sagte Berger. Dies sei auch den am Deutschen Tourenwagen-Masters teilnehmenden Autobauern Audi, BMW und Mercedes bewusst. "Wenn sechs Autos in einer Hand eingesetzt werden, und der eine mag nicht mehr, dann hat die DTM auf einen Schlag sechs Autos weniger und damit ein großes Problem", erklärte der frühere Formel-1-Pilot.
Zu Spekulationen, dass das Unternehmen HWA von Ex-Serien-Chef Hans Werner Aufrecht künftig mit Autos von Mercedes ein Team bilden könnte, sagte Berger: "Wenn HWA Bedarf für andere Projekte hat, dann wäre die Variante, dass sie die DTM-Autos weiter einsetzen, eine schöne Lösung. Kein Unternehmen hat mehr Erfahrung und Kompetenz in der DTM als HWA." Allerdings müsste Mercedes dafür seine Autos für HWA bereitstellen. HWA wickelt derzeit unter anderem als Dienstleister der Stuttgarter DTM-Renneinsätze ab.
