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Hoffenheim düpiert RB bei 7-Tore-Festival

Fünf Mal durften die Hoffenheimer jubeln
Fünf Mal durften die Hoffenheimer jubeln
Foto: © getty, Matthias Kern
21. April 2018, 17:24

1899 Hoffenheim hat Vizemeister RB Leipzig im richtungweisenden Verfolgerduell der Europapokal-Anwärter gedemütigt und darf nach einer Gala weiter von der erstmaligen Teilnahme an der Champions League träumen.

Am 31. Spieltag der Fußball-Bundesliga siegte die seit acht Spielen ungeschlagene TSG beim direkten Konkurrenten hochverdient mit 5:2 (3:0) und verkürzte den Abstand auf den vierten Rang, der zur Teilnahme an der Königsklasse berechtigt.

Die formschwachen Leipziger, deren erste Europapokal-Saison zuletzt im Viertelfinale der Europa League endete und die schon das Hinspiel 0:4 verloren hatten, müssen nach der herben Pleite ihrerseits um den neuerlichen Champions-League-Einzug bangen. RB ist drei Spieltage vor Saisonende Sechster, hat allerdings ein vermeintlich einfaches Restprogramm.

Offensivkraft auf beiden Seiten

Mark Uth (14.) brachte Hoffenheim nach einem groben Schnitzer von RB-Schlussmann Péter Gulácsi in Führung. Dem Ungarn war der Ball nach einem Schuss von Nico Schulz aus der Hand gerutscht. Serge Gnabry (35.) und Pavel Kaderabek (45.) sorgten früh für die Vorentscheidung, nach der Pause erhöhten erneut Uth (60.) und Lukas Rupp (64.). Naby Keita (59.) und Dayot Upamecano (88.) trafen für RB, das nach der Roten Karte für Spielmacher Emil Forsberg (47./Tätlichkeit) das Spiel in Unterzahl beendete.

Die Offensivkraft und Spielstärke beider Mannschaften hatte die 41.780 Zuschauer in der RB-Arena auf ein Spektakel hoffen lassen. Sie wurden nicht enttäuscht, der Spielverlauf sorgte jedoch für Entsetzen statt Begeisterung.

In den Anfangsminuten hatte sich dies noch nicht abgezeichnet. Die von Coach Julian Nagelsmann offensiv eingestellten Hoffenheimer traten nach den Erfolgen der vergangenen Wochen zwar äußerst selbstbewusst auf, bemühten sich um Spielkontrolle und kombinierten gefällig durch das Mittelfeld. Spätestens am Leipziger Strafraum wurden die Angriffe aber zunächst unterbunden.

Mit der ersten Leipziger Halbchance durch Klostermann (11.) nahm das Spiel Fahrt auf. RB fand erste Lücken, musste dann aber umgehend einen Rückschlag einstecken. Der Gegentreffer zeigte aber kaum Wirkung. Leipzig suchte den Weg nach vorne, allen voran Forsberg überzeugte mit klugen Pässen. Mehrfach stellte RB den mitunter unsicher wirkenden TSG-Torhüter Oliver Baumann vor Probleme.

Forsberg fliegt

Leipzig kontrollierte das Spiel, schadete sich aber immer wieder durch individuelle Fehler. Vor dem zweiten Gegentreffer vertändelte Kapitän Willi Orban den Ball, Schiedsrichter Tobias Welz (Wiesbaden) entschied auch nach Videobeweis nicht auf Foul. Eine Leipziger Reaktion blieb dieses Mal aus, RB wirkte verunsichert und wurde nach dem dritten Treffer mit Pfiffen in die Pause verabschiedet.

Hasenhüttl brachte nach dem Seitenwechsel Keita und Jean-Kevin Augustin für mehr Durchschlagskraft. Das Konzept war nach Forsbergs Platzverweis, der im Laufduell mit Florian Grillitsch ausgeholt und diesen mit der Hand im Gesicht getroffen hatte, aber schnell über den Haufen geworfen. Die leisen Leipziger Hoffnungen auf eine erfolgreiche Aufholjagd vernichtete Hoffenheim mit dem vierten Treffer gnadenlos, am Ende ging es für RB nur noch um Schadenbegrenzung. 1899 spielte dagegen befreit auf und hätte sogar höher gewinnen können.

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