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Gewinner-Typ Sabitzer verzückt RB Leipzig

Marcel Sabitzer startet in Leipzig durch
Marcel Sabitzer startet in Leipzig durch
Foto: © getty, Francesco Pecoraro
12. April 2018, 14:33

Marcel Sabitzer umarmt Freundin Katja Kühne, Bachelor-Siegerin von 2014, auf dem Schoß sitzt Zwergspitz Coco. "My little family" (Meine kleine Familie) steht unter dem Foto geschrieben. Der Hund hat - wie heutzutage üblich - natürlich auch einen Instagram-Account. Für den Gewinner-Typen Sabitzer, wie er sich selbst beschreibt, läuft es aktuell beim Fußball-Bundesligisten RB Leipzig hervorragend.

Der 24 Jahre alte Österreicher zählt seit 2014 zu den höchst erfolgreichen Balldieben im Bullen-Imperium und verdiente sich damit eine Vertragsverlängerung um eine weitere Saison bis 2022. Dass sich die Gespräche eine Weile hingezogen haben, sei für den Offensivallrounder nicht ungewöhnlich: "Bei einer Vertragsunterschrift gehören immer zwei Parteien dazu. Wir waren da nicht immer auf dem gleichen Nenner", sagte er. "Ich bin froh, dass wir da einen Haken dranmachen können."

Damit dürfte der österreichische Nationalspieler künftig einer der Spitzenverdiener bei RB Leipzig sein. Zudem stehen bei den Bullen alle Leistungsträger mit Ausnahme von Torjäger Timo Werner bis mindestens 2021 unter Vertrag.

"Noch nicht am Ende meiner Entwicklung"

Sabitzers Zeit in Sachsen gleicht einer absoluten Erfolgsgeschichte. Aufstieg in die Bundesliga, Vizemeister und Einzug in die Champions League. In 100 Pflichtspiel-Einsätzen erzielte er 22 Tore. "Ich bin noch nicht am Ende meiner Entwicklung", sagte er. "Ich denke, dass noch vieles möglich ist mit RB Leipzig."

Sabitzer liebt es zu gewinnen. "Ich bekomme echt schlechte Laune, wenn ich im Training verliere, und nach Niederlagen kann ich kaum schlafen", sagte er dem "kicker" Anfang 2017. Sabitzer war 2014 zu den Bullen gewechselt und wurde umgehend für ein Jahr an den Schwesterklub RB Salzburg verliehen. Gemeinsam mit seinen aktuellen Teamkollegen Peter Gulacsi, Benno Schmitz, Stefan Ilsanker, Konrad Laimer, Kevin Kampl und Naby Keita gewann er 2015 in Österreich das Double.

Über seinen Wechsel nach Leipzig war er anfangs aber nicht sehr begeistert. "Ich habe ja damals freiwillig einen Vertrag unterschrieben und musste dann natürlich die Konditionen einhalten", sagte er und fügte hinzu: "Mir hätte nichts Besseres passieren können." Der Durchbruch gelang ihm beim österreichischen Rekordmeister Rapid Wien. Mit seinen Qualitäten am Flügel spielte er sich in die Notizblöcke der Salzburger Scouts, den Wechsel zu den Bullen nehmen ihn die Fans aus der Hauptstadt wohl noch heute übel.

Sabitzer knackt Alabas Serie

Die überzeugenden Auftritte des Rechtsaußen bei Leipzig blieben auch in seiner Heimat nicht unbemerkt. Der gebürtige Steirer wurde 2017 erstmals zu Österreichs Fußballer des Jahres gewählt. Die Wahl unter den zehn Trainern der österreichischen Bundesliga gewann er vor Schalke-Stürmer Guido Burgstaller. Zuvor hatte Bayern-Star David Alaba sechsmal in Folge triumphiert.

Auch ÖFB-Teamchef Franco Foda hält viel vom Grazer: "Er ist ein absoluter Leistungsträger bei einem Spitzenverein in Deutschland", sagte der Deutsche. Für das ÖFB-Team absolvierte Sabitzer bereits 29 Spiele und erzielte fünf Treffer. Es spricht also wenig dagegen, dass Sabitzer auch in Zukunft auf Klubebene und im Nationalteam noch einige Erfolge feiern wird.

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