Suche Heute Live
DEL
Artikel teilen

DEL
Eishockey
(M)

Olympia-Held Plachta rastet aus und schlägt zu

Matthias Plachta gewann mit der deutschen Olympia-Mannschaft Silber
Matthias Plachta gewann mit der deutschen Olympia-Mannschaft Silber
Foto: © getty, Bruce Bennett
05. April 2018, 13:31

Titelverteidiger Red Bull München fehlt nach dem 6:3 bei den Adlern Mannheim nur noch ein Sieg zum erneuten Finaleinzug. Eine Hauptrolle spielte wieder Olympia-Held Matthias Plachta.

Das Opfer wurde zum Täter. Olympia-Held Matthias Plachta, vor einer Woche mit einem Check gegen den Kopf brutal niedergestreckt, stieß selbst mit dem Schläger zu - und seinem Klub Adler Mannheim droht deshalb das Aus in den Playoffs der Deutschen Eishockey Liga. Mit seinem Ausraster leitete der Stürmer die 3:6-Niederlage gegen Titelverteidiger Red Bull München ein.

Der 26-Jährige brach zunächst dem Münchner Markus Lauridsen mit einem Stockschlag auf die Hand einen Finger, dann stieß er dem jubelnden Maximilian Kastner den Schläger in den Bauch. "Wir haben uns nicht schlau angestellt", meinte sein Mannheimer Olympia-Kollege David Wolf vielsagend und fügte allgemein hinzu: "Wer ein Führungsspieler sein will, muss der Mannschaft zuliebe auch ein paar Sachen runterschlucken."

Plachta entschied mit seinem "Doppelschlag" unfreiwillig das vierte Halbfinale: Die fünfminütige Überzahl nutzte München, um mit Toren von Patrick Hager (25.) und Michael Wolf (27.) aus einem 1:2 ein 3:2 zu machen. Bestraft wurde Plachta lediglich für den ersten Schlag. Die Spieldauer-Disziplinarstrafe zog automatisch Ermittlungen des DEL-Disziplinarausschusses nach sich.

Beschränktes Klagerecht in den Playoffs

Der Stich gegen Kastner bleibt dagegen ungesühnt. Die DEL darf selbst nicht eingreifen, wenn die Schiedsrichter keine Strafe verhängten. Die Münchner können kein Verfahren mehr beantragen, weil bereits ihr Antrag gegen David Wolf nach einem Bandencheck im dritten Spiel gegen Michael Wolf abgelehnt worden war.

Jeder Klub hat in den Playoffs nur beschränktes Klagerecht: Wird ein Verfahren abgeschmettert, gibt es keine zweite Chance mehr. Allerdings hätte der Stockstich ohnehin nur bei Verletzungsfolge zu einer nachträglichen Sperre führen können.

Plachta hatte im ersten Halbfinale vom Deutsch-Kanadier Steven Pinizzotto bei vollem Tempo einen Ellbogenschlag ins Gesicht erhalten und minutenlang benommen auf dem Eis gelegen. Nachdem er im zweiten Spiel wegen einer leichten Gehirnerschütterung pausiert hatte, musste er in der dritten Partie in München übelste Schmähungen der Red-Bull-Fans ertragen.

Torschütze Hager: "Die Disziplin hat gewonnen"

Wie sehr ihm das offenbar zusetzte, zeigte sich am Mittwochabend, als ihm die Sicherungen durchbrannten. Die Münchner nahmen die Vorlage gerne auf. "Wir haben die Chancen genutzt, die uns Mannheim aufgrund der Undiszipliniertheiten gegeben hat", sagte Torschütze Hager und fügte süffisant an: "Es sieht so aus, als hätte die Disziplin gewonnen."

Der Titelverteidiger kann bereits am Freitag (19:30 Uhr) in eigener Halle den erneuten Einzug ins Finale perfekt machen. "Wir haben eine Riesenchance", meinte Hager. Für Mannheim war die Niederlage nach 2:0-Führung "ein größerer Kloß, der zu schlucken war", gab Ex-Nationalspieler Christoph Ullmann zu: "Aber wir sind noch nicht tot."

Noch völlig offen ist das zweite Halbfinale. Die Nürnberg Ice Tigers siegten 4:1 gegen die Eisbären Berlin und glichen in der Best-of-seven-Serie auf 2:2 aus - trotz Problemen vor dem Spiel. "13 Leute, auch ich, haben sich nicht gut gefühlt", berichtete Trainer Rob Wilson. Der Grund: Mit den Spaghetti Bolognese am Ostermontag nach dem 1:2 in Berlin hatte wohl etwas nicht gestimmt.

44. Spieltag
  • Spielplan
  • Tabelle
Kölner Haie
Kölner Haie
Kölner Haie
1
0
1
0
Löwen Frankfurt
Löwen Frankfurt
Frankfurt
4
0
0
4
19:30
Di, 27.01.
Beendet
Augsburger Panther
Augsburger Panther
Augsburg
2
0
1
1
Eisbären Berlin
Eisbären Berlin
Berlin
1
1
0
0
19:30
Di, 27.01.
Beendet
Fischtown Pinguins
Fischtown Pinguins
Bremerhaven
2
0
1
1
0
Grizzlys Wolfsburg
Grizzlys Wolfsburg
Wolfsburg
3
0
1
1
1
19:30
Di, 27.01.
n.V.
Beendet
ERC Ingolstadt
ERC Ingolstadt
Ingolstadt
4
0
3
1
Dresdner Eislöwen
Dresdner Eislöwen
Dresden
1
1
0
0
19:30
Di, 27.01.
Beendet
Iserlohn Roosters
Iserlohn Roosters
Iserlohn
1
0
1
0
Adler Mannheim
Adler Mannheim
Mannheim
2
1
0
1
19:30
Di, 27.01.
Beendet
Straubing Tigers
Straubing Tigers
Straubing
3
1
1
1
Nürnberg Ice Tigers
Nürnberg Ice Tigers
Nürnberg
1
0
0
1
19:30
Di, 27.01.
Beendet
Schwenninger Wild Wings
Schwenninger Wild Wings
Schwenni.
3
0
2
1
EHC München
EHC München
München
1
1
0
0
19:30
Di, 27.01.
Beendet
#MannschaftMannschaftSp.SOTPENOTPEToreDiff.Pkt.
1Kölner HaieKölner HaieKölner Haie443103811168:11256101
2Adler MannheimAdler MannheimMannheim4426131121156:1045289
3ERC IngolstadtERC IngolstadtIngolstadt4425321400176:1225485
4EHC MünchenEHC MünchenMünchen4425211312149:1113884
5Straubing TigersStraubing TigersStraubing4426111510153:1233083
6Fischtown PinguinsFischtown PinguinsBremerhaven4420311811137:136170
7Eisbären BerlinEisbären BerlinBerlin4417421722143:140367
8Grizzlys WolfsburgGrizzlys WolfsburgWolfsburg4418201833132:123964
9Nürnberg Ice TigersNürnberg Ice TigersNürnberg4417202113138:147-959
10Schwenninger Wild WingsSchwenninger Wild WingsSchwenni.4416032230122:135-1357
11Augsburger PantherAugsburger PantherAugsburg4412321953124:154-3054
12Iserlohn RoostersIserlohn RoostersIserlohn4411322512106:140-3446
13Löwen FrankfurtLöwen FrankfurtFrankfurt4411202623106:169-6342
14Dresdner EislöwenDresdner EislöwenDresden44511334086:180-9423
  • Playoffs
  • Pre-Playoffs
  • Abstieg
Ergebnisse & Tabelle

Newsticker

Alle News anzeigen

Torjäger 2025/2026

#NamePenaltyTore
1Eisbären BerlinLiam Kirk030
2ERC IngolstadtRiley Barber026
Kölner HaiePatrick Russell026
4Nürnberg Ice TigersSamuel Dove-McFalls022
5Straubing TigersNick Halloran020