Dejan Radonjic ist neuer Trainer von Basketball-Pokalsieger Bayern München. Der 48-jährige Montenegriner unterschrieb beim aktuellen Bundesliga-Tabellenführer einen Vertrag bis zum Saisonende mit der Option auf eine weitere Spielzeit. Dies teilten die Münchner am Ostermontag mit.
Zwei Tage nach dem Debakel in Oldenburg hat der Basketball-Pokalsieger Bayern München einen neuen Hoffnungsträger gefunden. Der montenegrinische Erfolgstrainer Dejan Radonjic soll den in die Krise geratenen Spitzenreiter wieder ist Meisterform bringen.
"Ich brenne darauf, ab sofort für Bayern München zu arbeiten", sagte der 48 Jahre alte Ex-Coach von Roter Stern Belgrad, der direkt nach der Vertragsunterschrift am Ostermontag sein erstes Training im Audi Dome leitete.
Bereits am Mittwoch (20:30 Uhr) wird Radonjic im Südderby gegen ratiopharm Ulm sein Debüt geben.
Nach "sehr unkomplizierten Gesprächen" zeigte sich Geschäftsführer Marko Pesic "froh, dass wir ihn zum jetzigen Zeitpunkt als ideale Lösung für uns gewinnen konnten." Entsprechend fix ging es dann letztendlich auch: Sonntagmittag war Radonjic erstmals mit dem weiteren Trainerstab um Interimscoach Emir Mutapcic zusammengetroffen.
Bayern-Sportdirektor lobt "hoch geschätzte Trainerpersönlichkeit"
Radonjic soll den auch nach der überraschenden Trennung von Sasa Djordjevic uninspiriert und müde wirkenden Bayern neues Leben einhauchen. Sein Kontrakt läuft bis zum Saisonende, inklusive Option auf eine weitere Spielzeit.
Die "hoch geschätzte Trainerpersönlichkeit" (Sportdirektor Daniele Baiesi) kommt mit besten Empfehlungen: Bis 2017 holte er mit dem serbischen EuroLeague-Klub Roter Stern Belgrad, bei dem er nach vier Jahren eine weitere Vertragsverlängerung ausschlug, zahlreiche Titel. Er hatte den Hauptstadtklub unter anderem 2015 zur ersten Meisterschaft nach 17 Jahren geführt.
"Er arbeitet akribisch, mit Plan und einer klaren Struktur", betonte Pesic zweite Tage nach der peinlichen 77:100-Pleite der Münchner bei den EWE Baskets Oldenburg, nach dem die Bayern mit 46:6 Punkten nur noch knapp vor Alba Berlin (46:8) an der Spitze liegen.
Der frühere Serienmeister schloss am Ostersonntag mit einem knappen 80:76 gegen s.Oliver Würzburg nach Pluspunkten zu den Münchnern auf, die allerdings noch ein Spiel in der Hinterhand haben.
Münchner Konkurrenten wittern Morgenluft
Der neue Mann an der Seitenlinie weiß angesichts der schlechten Leistung in Oldenburg, wo er den Hebel zuerst ansetzen will: "In der Defensive werden wir uns schnell verbessern müssen. Doch bis zu den Playoffs haben wir dafür noch ausreichend Zeit."
Die sich stabilisierende Konkurrenz wittert indes Morgenluft. "Die Art und Weise, wie wir dieses Spiel gewonnen haben, ist eine wichtige Erfahrung für uns", sagte Berlins Headcoach Aito Garcia Reneses nach dem 13. Bundesliga-Sieg in Folge.
Gegen die von Ex-Bundestrainer Dirk Bauermann trainierten Würzburger tat sich Alba aber lange äußerst schwer. Doch in der Schlussphase platzte dann doch noch der Knoten. Das letzte Viertel gewannen die Hausherren 27:12, 24 dieser Punkte gingen auf das Konto von Luke Sikma und Marius Grigonis. "In den letzten Minuten hat Alba dominiert und wir haben defensiv zu wenig investiert", sagte Bauermann.
Auch Meister Brose Bamberg verbuchte am Ostersonntag mit dem 80:73 gegen den Dritten MHP Riesen Ludwigsburg einen wichtigen Erfolg im Kampf um die Playoff-Plätze.
Mit vier Siegen aus den vergangenen fünf Spielen liegen die Oberfranken nun als Siebter (30:22 Punkte) wieder auf Kurs Richtung Meisterrunde - hier hat sich der überraschende Wechsel auf der Trainerposition im Februar von Andrea Trinchieri zu Luca Banchi ausgezahlt.























