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Rampenlicht: 2:13 Tore! Mega-Klatschen für BuLi-Flops

Izet Hajrovic feierte ein Horror-Debüt
Izet Hajrovic feierte ein Horror-Debüt
Foto: © getty, Dean Mouhtaropoulos
14. März 2018, 19:09
sport.de
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Viele bekannte Gesichter spielen weitgehend unbeachtet von der deutschen Presse im Ausland. Heute blickt sport.de auf zwei Spieler, die bei Werder Bremen scheiterten und einen Hannoveraner Torlos-Stürmer.

Nach der Weltmeisterschaft 2014 überraschte Werder Bremen die Fußballwelt mit einem scheinbar genialen Transfercoup. Die Hanseaten lockten den bosnischen Nationalspieler Izet Hajrovic an die Weser. Der Clou: Der 24-Jährige löste seinen Vertrag bei Galatasaray nach einem Gehaltsstreit auf und wechselte ablösefrei an die Weser.

"Er ist schnell, ballsicher und sehr stark im Dribbling Eins gegen Eins", lobte der damalige Werder-Trainer Robin Dutt seinen neuen Schützling, der diese Vorschusslorbeeren jedoch nur selten mit Taten untermauern konnte.

Zwar kam Hairovic in seiner ersten Saison auf 22 Einsätze im Werder-Dress und erzielte zwei Tore, stand dabei aber nur ein einziges Mal über 90 Minuten auf dem Platz. Eine Bilanz, die weder in Bremen noch bei Hajrovic für gute Stimmung sorgte. Die logische Folge: Ein erneuter Tapetenwechsel. Abnehmer für den Linksfuß standen im Sommer 2015 allerdings nicht Schlange, erst wenige Stunden vor Transferschluss zog es den Mittelfeldspieler leihweise nach Spanien.

Das Ende eines enttäuschenden Engagements

Beim spanischen Erstliga-Underdog SD Eibar setzte es für Hajrovic die nächste Breitseite. Mit noch geringerem Selbstvertrauen ging es 2016/2017 zurück nach Bremen, wo neun Kurzeinsätze endgültig das Ende der enttäuschenden Liaison einläuteten. Im Januar 2018 unterschrieb Hajrovic für dreieinhalb Jahre beim kroatischen Branchenprimus Dinamo Zagreb - der Erfolg lässt allerdings weiter auf sich warten. 

Beendete Zagreb die Hinrunde noch ohne Niederlage, setzte es im neuen Jahr bereits drei Pleiten. Ausgerechnet bei der bittersten feierte Hajrovic unlängst sein Startelf-Debüt. Im Hauptstadt-Derby gegen Lokomotiv Zagreb kassierte Dinamo am Samstag eine derbe 1:4-Heimklatsche, Hajrovic' Arbeitstag endete mit dem Pausenpfiff. Coach Mario Cvitanovic sprach anschließend vom "härtesten Tag" seiner Laufbahn und schmiss den Job hin.

Nochmal Metz, dann wieder Werder?

Noch ärger erwischte es einen ehemaligen Werder-Profi, der im Januar 2017 in den Schoß seines Jugendklubs FC Metz zurückkehrte, im Sommer aber wieder bei den Grün-Weißen landen könnte. Die Rede ist von Fallou Diagné.

Der Verteidiger wechselte im Januar 2012 aus Metz zum SC Freiburg, wo er seine Bundesligatauglichkeit in 57 Partien unter Beweis stellte. Vor der Saison 2014/2015 kehrte der Senegalese nach Frankreich zurück und feierte an der Seite von Ousmane Dembélé und Co. Erfolge mit Stade Rennes. Anfang Juli 2016 warf Werder dann etwa 1,5 Millionen Euro in den Ring und sicherte sich damit die Dienste des Nationalspielers, der die Hoffnungen der Hansestädter nicht einmal im Ansatz erfüllen konnte.

Gerade einmal 135 Minuten riskierte Diagné seine Knochen für die Bremer Profis, ehe Differenzen mit Coach Alexander Nouri eine weitere Zusammenarbeit unmöglich machten. Der Trainer habe ihn aufgrund mangelnder Trainingsleistungen degradiert, damit aber den wirklichen Grund kaschiert. Nouri habe ihn für seinen Wunsch, mit dem Senegal beim Afrika Cup anzutreten, abgestraft, behauptete Diagné und ergänzte gegenüber "senenews.com": "Man kann das Vereinstrikot jedes Jahr wechseln, aber nicht das eines Landes".

Die Aussage ebnete endgültig den Abschied. Im Winter 2017 holte Metz den verlorenen Sohn zurück - vorerst für eineinhalb Jahre auf Leihbasis. In Lothringen gehört Diagné seitdem wieder zum absoluten Stammpersonal, die satte 0:5-Niederlage gegen das Starensemble von Paris Saint-Germain konnte Diagné jedoch nicht verhindern. 

Während Paris der Meistertitel kaum noch zu nehmen ist, braucht Metz schon ein Fußballwunder, um die Klasse noch zu halten. Dass Diagné den Gang in die Ligue 2 antreten wird, ist unwahrscheinlich. Im Sommer endet die Leihe, die Rückkehr nach Bremen steht an. Mit Alexander Nouri muss sich Diagné dann zumindest nicht mehr auseinandersetzen.

Heftiger Rückschlag im Titelrennen

Deutlich überraschender verließ am 09. März hingegen der ehemalige Hannover-96-Stürmer Mevlüt Erdinc den Platz als Verlierer. Mit İstanbul Basaksehir verlor der langjährige türkische Nationalspieler 1:4 bei Alanyaspor und kassierte einen heftigen Dämpfer im Titelrennen. Zuvor hatte der Haus- und Hofklub von Staatspräsident Recep Tyyip Erdogan noch keine Saisonniederlage mit mehr als zwei Toren Unterschied hinnehmen müssen.

Erdinc, der vor der Saison 2015/2016 aus Saint-Etienne zu Hannover 96 wechselte, in 13 Einsätzen aber ohne Tor blieb und in der Folge auch bei EA Guingamp und dem FC Metz nicht wirklich überzeugen konnte, feierte wenigstens einen kleinen Erfolg: Im 15. Ligaspiel für Basaksehir stand er zum dritten Mal in der Startformation. 

Besonders bitter: Durch die Pleite büßte Basaksehir Rang zwei ein und musste Spitzenreiter Galatasaray auf drei Punkte davonziehen lassen.

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