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René Adler: Vom Stammkeeper zur Nummer drei

René Adler ist in Mainz derzeit nicht erste Wahl
René Adler ist in Mainz derzeit nicht erste Wahl
Foto: © getty, Simon Hofmann
09. März 2018, 11:57

Durch Verletzungen und Krankheiten wurde René Adler beim FSV Mainz 05 immer wieder ausgebremst. Aktuell ist der ehemalige Nationaltorhüter sogar nur die Nummer drei.

René Adler steht gemeinsam mit Hundedame Suki in Kürze wieder im Rampenlicht. In der neuen Staffel der Vox-Sendung "V.I.P. Hundeprofi" tritt der ehemalige Nationaltorwart mit seiner Straßenhündin auf, die er gemeinsam mit Ehefrau Lilli gerettet hat. Sportlich sind die Auftritte im Tor des Fußball-Bundesligist FSV Mainz 05 zuletzt hingegen selten geworden. In seinem ersten Jahr in Mainz spielt der 33-Jährige nur noch die Ersatzrolle.

Verletzungen und Krankheiten haben Adler immer wieder ausgebremst. Auch im Abstiegsduell bei seinem Ex-Klub Hamburger SV (0:0), für den er fünf Jahre gespielt hat, musste Adler in der Vorwoche wegen eines grippalen Infekts passen. Stammtorwart Robin Zentner war verletzt ausgefallen, die Chance auf das Liga-Comeback nach vier Monaten Zwangspause war da - doch am Ende feierte Nachwuchstorwart Florian Müller ein Traumdebüt im Kellerduell.

Der 20-Jährige hielt in seinem ersten Bundesligaspiel nicht zuletzt mit seinem gehaltenen Elfmeter den wichtigen Punkt für die Mainzer fest. Müller sammelte fleißig Argumente und ist im Tor der 05er wohl die Zukunft - zumindest eher als Adler, dem bis zum Saisonende die Reservistenrolle droht.

Adler denkt an die Zeit nach der Karriere

Dabei war Adler im Sommer 2017 zu den Rheinhessen gewechselt, um "einfach nur kicken" zu können. Bis auf das Pokal-Viertelfinale in Frankfurt (0:3) hatte Adler aber seit seiner Oberschenkelverletzung im Oktober zuletzt keine Chancen mehr dazu.

Die freie Zeit nutzte Adler aber auch abseits des Trainingsplatzes. In der viermonatigen Verletzungspause habe er zum Beispiel viel gelesen. "Ich merke, dass ich extrem viel Futter für den Kopf brauche", sagte der ehemalige Nationaltorhüter im Gespräch mit der "Allgemeinen Zeitung". Adler ist nicht mehr nur auf Fußball fixiert. Er denkt auch an die Zeit nach seiner Karriere. So hat Adler unlängst in eine Firma für Torwarthandschuhe investiert. Gemeinsam mit seiner Frau Lilli interessiert sich Adler auch für Kunst und sammelt Gemälde.

Für das gemeinsame Ziel Klassenerhalt wird sich ein Teamplayer wie René Adler in Mainz unterordnen. Dass er auch am Freitagabend gegen Schalke 04 nur zweite Wahl sein sollte, hat Adler laut Trainer Sandro Schwarz "professionell angenommen". Er kennt die Situation aus Hamburg.

Beim HSV hatten Jaroslav Drobny und Christian Mathenia immer wieder einmal den Vorzug vor Adler bekommen. Ein gutes Omen für Mainz: Trotz zweimaliger Teilnahme an der Relegation ist Adler mit Hamburg nie abgestiegen.

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