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RB Leipzig hadert nach Remis mit Videobeweis

RB Leipzig musste sich mit einem Remis gegen Dortmund zufrieden geben
RB Leipzig musste sich mit einem Remis gegen Dortmund zufrieden geben
Foto: © getty, Boris Streubel
04. März 2018, 12:27

RB Leipzig tritt in der Fußball-Bundesliga auf der Stelle und muss um den Platz in der Champions League fürchten.

Vom Vollgas-Fußball war nicht mehr viel zu sehen - und am Ende fehlten Mut und Leidenschaft zum Sieg: RB Leipzig ließ beim 1:1 (1:1) gegen Borussia Dortmund wichtige Punkte im Kampf um die Champions-League-Plätze liegen und gab sich - auch mit Blick auf die englischen Wochen - mit weniger zufrieden.

"Hätten wir den Lucky Punch gesetzt, wäre es ein goldenes Spiel geworden. So ist es nur ein Punkt", sagte RB-Kapitän Willi Orban. Leipzig war dem Sieg deutlich näher als der BVB. "In der zweiten Hälfte hatten wir gefühlt mehr Kraft im Tank und hätten mit ein bisschen mehr Mut aufs zweite Tor gehen können", so Orban.

Doch offenbar scheint man bei RB nicht mehr in jedem Spiel bis an die Schmerzgrenze gehen zu wollen. Die Rückschläge in der Liga gegen den 1. FC Köln und Eintracht Frankfurt haben die Sachsen zu mehr Vorsicht gezwungen. Und am Donnerstag steht in der Europa League gegen Zenit St. Petersburg der nächste Kraftakt auf dem Programm.

Hasenhüttl kritisiert VAR

"Der Punkt ist für Dortmund bestimmt wertvoller als für uns", musste Leipzigs Trainer Ralph Hasenhüttl eingestehen. Dennoch habe seine Mannschaft überzeugt und den Anschluss an die Ränge für die Königsklasse gehalten. "Am Ende wird es ein Kampf von fünf Mannschaften um drei Plätze", sagte Hasenhüttl.

Auch RB-Geschäftsführer Oliver Mintzlaff sah die Champions League noch in greifbarer Nähe. "Wir sind auf Tuchfühlung", betonte Mintzlaff. Sein Appell richtete sich vor allem an die Spieler, die alles weiter in der Hand hätten: "Es liegt an uns. Wir müssen kämpfen und eine Mentalität auf dem Platz zeigen, dann haben wir auch eine gute Chance auf das Erreichen der Königsklasse."

Verärgert zeigte sich Hasenhüttl über das Gegentor von Marco Reus (38.). "Man hat mit der Linie im Fernsehen gesehen, dass es Abseits war", sagte der Österreicher. Doch der Videoschiedsrichter habe dieses Hilfsmittel nicht zur Verfügung gehabt. "Der Videobeweis entspricht nicht dem, was man im Fernsehen sieht. Deshalb dreht sich die Diskussion im Kreis", kritisierte der Coach.

Hasenhüttl-Vertrag rückt in den Hintergrund

Zufrieden war Hasenhüttl mit der Vorstellung von Timo Werner, obwohl der Nationalspieler auch im sechsten Ligaspiel in Folge ohne Torerfolg geblieben war. "Er hatte zu Beginn eine große Chance", betonte Hasenhüttl. Danach folgten auch einige Stockfehler. "Mit seiner Geradlinigkeit und seinem Tiefgang hat er aber der Mannschaft gut getan", meinte der Coach.

Für weitere Unruhe sorgt weiterhin die ausbleibende Vertragsverlängerung von Hasenhüttl, dessen Arbeitspapier 2019 ausläuft. Die Gespräche mit dem Coach, der auch weiterhin mit Bayern München in Verbindung gebracht wird, wurden zuletzt vertagt. Mintzlaff betonte, dass auch Sportdirektor Ralf Rangnick gesagt habe, dass es "nicht optimal" sei, wenn man in ein letztes Vertragsjahr gehe. Man brauche nun einfach Geduld. Mintzlaff: "Unser Fokus liegt derzeit nicht darauf, irgendwelche Verträge zu verlängern."

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