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Kurioses Gomez-Tor beendet Stuttgarts Auswärtsfluch

Der VfB Stuttgart siegt dank eines Treffers von Mario Gomez beim FC Augsburg
Der VfB Stuttgart siegt dank eines Treffers von Mario Gomez beim FC Augsburg
Foto: © getty, Sebastian Widmann
18. Februar 2018, 16:55

Angstgegner besiegt, Auswärtsfluch gestoppt: Der VfB Stuttgart hat im Abstiegskampf dank Mario Gomez durch ein 1:0 (1:0) in einem hitzigen und hektischen schwäbischen Derby beim FC Augsburg einen ganz wichtigen Erfolg gelandet.

Es war der erste Dreier für den VfB in dieser Saison vor fremden Publikum und bereits das dritte Spiel ohne Niederlage bei zwei Siegen unter dem neuen Trainer Tayfun Korkut.

Torjäger Gomez brachte die Stuttgarter, die nun vier Punkte vor dem Relegationsplatz liegen, in der 27. Minute in Führung. Zuletzt hatte der VfB im November 2012 gegen den FCA gewinnen können. Danach hatte es sieben Niederlagen bei einem Remis gegeben. Der FCA verpasste es indes, bis auf zwei Zähler an die internationalen Plätze heranzurücken.

"Das war ein hochverdienter Sieg für uns, wir müssen das Spiel eigentlich 3:0 oder 4:0 gewinnen. Aber so weit sind wir noch nicht. Aber wir sind dennoch sehr glücklich", sagte Gomez nach dem Abpfiff bei "Sky" und fügte mit Blick auf die Lage im Abstiegskampf zuversichtlich an: "Sieben Punkte in drei Spielen unter dem neuen Trainer, das kann sich sehen lassen."

Augsburgs Trainer Manuel Baum regte sich an der Seitenlinie dermaßen auf, dass ihn Schiedsrichter Tobias Stieler in der 74. Minute auf die Tribüne schickte. Sekunden zuvor hatte der bereits ermahnte FCA-Coach den Referee lautstark wegen einer Gelben Karte gegen seinen Kapitän Daniel Baier kritisiert.

"Augsburg - seit jeher Schwabens größter Glanz" stand vor dem Spiel auf einem provokanten Banner in der FCA-Kurve. Doch von Glanz war vor 30.007 Zuschauern zunächst nichts zu sehen. Bei eisigen Temperaturen sahen die Fans ein Kampfspiel ohne spielerische Klasse.

Referee Stieler im Fokus

Die Augsburger wirkten dabei etwas zielstrebiger und entschlossener, konnten sich gegen die gut postierte VfB-Defensive aber keine Chancen erarbeiten. Die Viererkette der Stuttgarter mit Holger Badstuber davor auf der ungewohnten Sechserposition hatte wenig Mühe, die Gastgeber in Schach zu halten.

Der VfB versuchte es seinerseits mit zwei Spitzen: Doch Gomez und Daniel Ginczek konnten sich ebenfalls erst einmal nicht in Szene setzen. Erst nach gut einer halben Stunde zeigte Gomez seine Klasse und Torgefährlichkeit. Bei einem abgewehrten Freistoß des Ex-Augsburgers Erik Thommy reagierte der Torjäger gedankenschnell und traf aus 15 Metern aus der Drehung mit einem Flachschuss. Für den Nationalspieler war es das zweite Tor für den VfB nach seinem Winterwechsel aus Wolfsburg.

Danach hatte der VfB seine beste Phase vor dem Wechsel. Doch zunächst scheiterte Christian Gentner an Marwin Hitz (34.), Gomez verzog zudem knapp. Glück hatten die Schwaben allerdings, dass Schiedsrichter Stieler dem vermeintlichen Ausgleichstreffer durch Michael Gregoritsch (37.) nach Rücksprache mit Videoassistent Christian Dingert wegen Abseits die Anerkennung verweigerte.

Stuttgarter Chancenwucher

Nach der Pause erhöhte Augsburg den Druck, fand gegen die gut gestaffelte VfB-Abwehr aber kein Durchkommen. Caiuby stellte die Stuttgarter Abwehr zwar noch einige Male vor Probleme, der Brasilianer blieb aber letztendlich erfolglos. Insgesamt agierten die Hausherren aber zu planlos in der Offensive.

Stuttgart blieb seinerseits bei Kontern stets gefährlich und verdiente sich den Dreier redlich. Gomez hätte in der 65. Minute erneut zuschlagen müssen, der ehemalige Bundesliga-Torschützenkönig scheiterte aber in der 65. Minute am glänzend reagierenden Marwin Hitz.

Drei Minuten später reagierte der FC-Schlussmann gegen Santiago Ascacibar erneut überragend. Auch Daniel Ginczek vergab noch eine gute Möglichkeit für die Gäste, die sich selbst das Leben schwer machten.

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