Der Hamburger SV hat am Montag offiziell bestätigt, was ohnehin schon seit dem Wochenende sicher schien: Der ehemalige HSV-Spieler Bernd Hollerbach kehrt als Trainer zurück an die Elbe.
Der 48 Jahre alte Würzburger tritt die Nachfolge von Markus Gisdol an, der nach der 0:2-Niederlage gegen den 1. FC Köln am Samstag entlassen wurde. Hollerbachs Kontrakt läuft bis 2019 und gilt auch für die 2. Bundesliga. Gleich am Montagnachmittag leitete der neue Mann an der Seitenlinie das Training der Rothosen. Danach wurde er offiziell vorgestellt.
Hollerbach will auf seiner Mission Klassenerhalt beim Bundesliga-Dino den Resetknopf drücken. "Was vorher war, muss jetzt ad acta gelegt werden", sagte der Nachfolger von Markus Gisdol bei seiner offiziellen Vorstellung, nachdem er zuvor das erste Training geleitet hatte: "Ich bin mir sicher, dass wir die Klasse halten."
Dass er im Sommer womöglich der Trainer ist, der erstmals mit dem taumelnden Traditionsklub absteigt, interessiert Hollerbach nicht. "Es war immer so, dass ich eher an die Chance glaube, nicht an das Scheitern", sagte der ehemalige Linksverteidiger, der bei seiner Zeit als HSV-Spieler Publikumsliebling war.
Zuletzt trainierte Hollerbach die Würzburger Kickers, sein Debüt auf der HSV-Bank feiert er am Samstag bei RB Leipzig.
Hollerbach schwärmt: Erster Eindruck "sehr positiv"
"Mein erster Eindruck ist sehr positiv", sagte Hollerbach nach dem Training: "Alle hauen sich voll rein, aber das ist ja immer so, wenn ein neuer Trainer da ist."
Er werde jetzt "viele Einzelgespräche" führen, da "die Mannschaft natürlich verunsichert ist nach den vergangenen Wochen". Hollerbach will nun "dafür sorgen, dass wir eine Einheit werden und gemeinsam die Punkte holen."
Dafür führt Hollerbach nun den Acht-Stunden-Tag beim HSV ein. "Wir werden morgen um 8.30 Uhr gemeinsam frühstücken, dann werden wir trainieren, dann essen wir gemeinsam Mittag und dann werden wir wieder trainieren", sagte er: "Das halte ich immer so, wenn wir zweimal am Tag trainieren - dass die Spieler auf dem Stadiongelände bleiben."
Der HSV hat zuletzt vier Niederlagen in Serie kassiert und ist Tabellenvorletzter, der Abstand auf einen Nichtabstiegsplatz beträgt fünf Punkte. Gisdol war am Sonntag nach dem 0:2 gegen den Tabellenletzten 1. FC Köln freigestellt worden.




























