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Trauriger Abgang eines Super-Talents

Vor 19 Jahren: Das Deisler-Drama

Sebastian Deisler verkündete 2007 beim FC Bayern sein Karriere-Ende
Sebastian Deisler verkündete 2007 beim FC Bayern sein Karriere-Ende
Foto: © via www.imago-images.de
16. Januar 2026, 16:19

Beim FC Bayern vom Wunder- zum Sorgenkind: Am 16. Januar 2007 erklärt ein sichtlich angeschlagener Sebastian Deisler seinen Rücktritt vom Profi-Fußball. Anschließend wird es ruhig um das Super-Talent in Diensten der Münchner, das sich heute komplett aus der Öffentlichkeit zurückgezogen hat.

"Ich habe die Freude und den Spaß verloren. Es war zuletzt für mich eine Qual. Ich kann nicht mehr." Sätze, die unter die Haut gehen.

Als Sebastian Deisler am 16. Januar 2007 sein vorzeitiges Karriereende verkündet, stockt den Anwesenden im Presseraum an der Säbener Straße der Atem. Oben auf dem Podium steht ein junger Mann, der nur elf Tage nach seinem 27. Geburtstag Abschied nimmt vom Fußball-Zirkus.

Moralisch unterstützt vom damaligen Bayern-Manager Uli Hoeneß, der von einem "Albtraum" sprach, erläutert Deisler seine Entscheidung. Fünf Knie-OPs hatte der begnadete Rechtsfuß in den Jahren zuvor über sich ergehen lassen müssen. Hinzu kamen stetig wachsende Sorgen und Selbstzweifel, die schließlich in Depressionen mündeten.

Als der sensible Badener nun vor versammelter Menge vom fehlenden Vertrauen in sein Knie berichtet, ist kollektives Bedauern zu spüren. Deisler, einst das größte Versprechen in die Zukunft des deutschen Fußballs, hat den dramatischen Kampf gegen sich selbst verloren.

"Wenn ich spiele, gebe ich etwas von meiner Seele preis"

Tags darauf veröffentlichte der "Tagesspiegel" eine rührende Hommage an den gefallenen Star. "Sebastian Deisler reißt sich ein tiefes Loch ins Herz, um sich wieder selbst zu gehören. Es ist, als öffne sich für ihn ein neuer Horizont. Ein Horizont ohne die alten Ängste, Qualen, ohne Seelenschmerz", hieß es dort.

Der Autor beschreibt einen Menschen, dessen Wesen sich von dem vieler Profi-Kollegen merklich unterschied.

Deisler war stets ein bescheidener Typ. Selbst in Zeiten, als in seiner Karriere noch alles nach Plan zu laufen schien, spuckte er nie große Töne. "Wenn ich spiele, gebe ich etwas von meiner Seele preis", sagte der Edeltechniker einmal.

Auf dem Platz war er ein Feingeist, gesegnet mit einem grandiosen Gespür für den perfekten Pass. Aus heutiger Sicht mutet es beinahe lächerlich an, dass der FC Bayern München nur neun Millionen Euro an die Berliner Hertha überweisen musste, um Deisler an die Isar zu holen.

Geballte Wut trifft "Basti Fantasti"

Doch schon bei seiner Ankunft beim deutschen Rekordmeister war der damals 22-Jährige nicht mehr unbelastet.

Die Weltmeisterschaft 2002 in Japan und Südkorea hatte Deisler kurz zuvor verpasst, nachdem er sich ausgerechnet im letzten Test vor der Abreise schwer am rechten Knie verletzt hatte.

In Berlin wurde der einst als "Basti Fantasti" gefeierte Ausnahmekönner in den letzten Monaten vor seinem Wechsel vom eigenen Anhang beschimpft. Die geballte Wut setzte Deisler zu.

"Ich hätte ehrlich gesagt nicht damit gerechnet, dass es so viele Pfiffe sind", gab der Mittelfeldmann nach einem Heimspiel im Olympiastadion zu. Ein seltener Einblick in die Gefühlswelt eines Spielers, der zuvörderst funktionieren soll, aber nicht immer kann.

Gebrochener Mann nach verpasster WM

In München spitzte sich die Situation weiter zu. Nur 90 Pflichtspiele in viereinhalb Jahren beim FC Bayern strapazierten das Nervenkostüm aller Beteiligten. Ende 2003 nahm sich Deisler eine mehrwöchige Auszeit, um seine Depressionen stationär behandeln zu lassen. "Ich möchte das nicht mehr verdrängen. Ich bin krank", gestand er.

Zwar kehrte das Sorgenkind trotz aller Rückschläge immer wieder auf den Rasen zurück, blieb dort jedoch nie lang. Nachdem Deisler auch seinen lang gehegten Traum von der Heim-WM 2006 begraben musste, war er ein gebrochener Mann. Rund sechs Monate nach dem "Sommermärchen" machte ein resignierter Deisler seine Entscheidung, die Fußballschuhe an den Nagel zu hängen, publik.

In den Folgejahren sorgte der Ex-Profi nur noch zwei Mal für Schlagzeilen: 2009, als er sein Buch "Zurück ins Leben" in der RTL-Sendung Stern TV präsentierte, und 2013, als er eine Schadenersatzklage gegen seinen Ex-Berater vor dem Berliner Landgericht verlor.

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