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Steroide-Spruch: Parker entschuldigt sich bei Joshua

Joseph Parker fordert Anthony Joshua im kommenden WM-Kampf
Joseph Parker fordert Anthony Joshua im kommenden WM-Kampf
Foto: © getty, Hannah Peters
16. Januar 2018, 13:09
sport.de
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Am 31. März kämpfen WBA-, IBO- und IBF-Weltmeister Anthony Joshua sowie WBO-Champ Joseph Parker in Wales um die Krone im Schwergewicht. Wie es sich für einen solchen Kampf gehört, fliegen die ersten verbalen Giftpfeile schon jetzt - Vorwürfe und Entschuldigungen inklusive.

Nachdem der Brite Anthony Joshua seinen kommenden Gegner in einem Radio-Interview zunächst als "König der Kuchen" verspottete, schlug Parker im Gespräch mit "Radio Sport Breakfast" zurück.

"Wenn sie mich 'König der Kuchen' nennen, nenne ich ihn 'König der Steroide'", giftete der Neuseeländer, der seinen direkten Anschuldigungen sogar noch Nachdruck verlieh: "Wenn man so groß ist und gleichzeitig so muskulär, dann stimmt irgendetwas nicht", deutete Parker an, dass sein Spruch durchaus ernst gemeint war.

Parker: "Ich bin ein bisschen zu weit gegangen"

Er unterstelle Joshua zwar nicht den Missbrauch von Steroiden, "aber ich denke, dass es möglich ist", so Parker, der meint: "Es gibt viele Wege, wie man einen Dopingtest vermeiden kann."

Nur einen Tag nach den Vorwürfen ruderte Parker zurück: "Ich bin ein bisschen zu weit gegangen. Das hätte ich nicht sagen sollen. Wir werden das irgendwann klären", kündigte der Neuseeländer eine Entschuldigung beim Briten an.

Auch Parkers Promoter David Higgins distanzierte sich von den ursprünglichen Anschuldigungen seines Schützlings: "Es war nicht meine Idee. Ich weiß nicht, warum er es gesagt hat. Mein Tipp an ihn wäre: Vergiss es einfach und bleib bei den Sachen, die du weißt."

Joshua: "Ich werde auf seinen Körper gehen"

Joshua hat bislang nicht auf die Vorwürfe reagiert und stempelte die Aussagen seines nächsten Gegners offenbar als branchenüblichen Trash Talk ab. Stattdessen widmete sich der Klitschko-Bezwinger lieber der sportlichen Seite und verriet, wie er Parker (24 Kämpfe, 24 Siege, 18 K.o.'s) bezwingen will.

"Ich werde auf seinen Körper gehen. Es ist doch ganz einfach: Wenn jemand ein Eisen-Kinn hat, nimmt man sich seinen Körper vor", erklärte Joshua gegenüber "SkySports". Parker habe außerdem noch nicht gelernt, den Ring kleiner zu machen. "Man muss aber in der Lage sein, seinen Gegner in die Ecke zu drängen", so Joshua, der seine Karten noch nicht ganz aufdecken wollte: "Ich werde noch nicht zu viele Schwachstellen verraten, denn er lernt noch."

Der 26-jährige Parker geht zwar als Außenseiter in den Kampf, am nötigen Selbstbewusstsein mangelt es dem Kiwi aber nicht: "Ich habe keine Angst vor AJ. Ich weiß, dass er ein guter Fighter ist und respektiere ihn, aber ich setze immer auf mich. Mir ist egal, ob ich gewinne oder verliere. Ich will einfach nur eine Herausforderung."

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