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Al-Attiyah beklagt sich über "unfaires" Reglement

Al-Attiyah ist momentan Vierter der Gesamtwertung
Al-Attiyah ist momentan Vierter der Gesamtwertung
Foto: © getty, Francois Nel
10. Januar 2018, 08:36

Anders als die Buggies dürfen die Allradler bei der Rallye Dakar kein automatisches Reifendrucksystem verwenden - Toyota erlebt in den weichen Dünen ein Waterloo.

In der peruanischen Ica-Wüste spielten die Buggies von Peugeot ihre Vorteile aus. Sebastien Loeb, Carlos Sainz und Stephane Peterhansel belegten die ersten drei Plätze. Außerdem wurde Mikko Hirvonen mit dem neuen X-raid Buggy Vierter. Das Team um den ehemaligen Dakar-Sieger Nasser Al-Attiyah hatte mit dem Allrad-Hilux keine Chance und büßte rund eine Stunde auf die Peugeot-Spitze ein.

"Es war ein Desaster für uns", kommentierte der Katari seinen Zeitverlust von 54 Minuten. "Wir müssen die Reifen mit weniger Luftdruck fahren. Wenn man dann zu einem steinigeren Abschnitt kommt, kann man sich rasch Reifenschäden einfangen. Ich hatte zwei platte Reifen. Anschließend fuhren wir mit hohem Luftdruck, aber das funktioniert nicht in den Dünen. Wir haben viel Zeit verloren."

Ganz ähnlich klingen die Aussagen seines Teamkollegen Giniel de Villiers, der am Dienstag eine Stunde und 13 Minuten einbüßte. "Das Auto ist in Ordnung, aber ich musste einen hohen Reifendruck fahren, weil es so viele Steine gab", sagt der Südafrikaner.

Buggies führen die Rallye an

"Im weichen Sand muss man mit wenig Luftdruck fahren, aber dann zieht man sich Reifenschäden zu. Damit haben unsere Probleme angefangen." Auch de Villiers hatte zwei platte Reifen und blieb zudem in Löchern stecken. Das Ausbuddeln kostete immens viel Zeit.

Im Gegensatz zu den Buggies dürfen die Allradler laut Reglement kein automatisches System für den Luftdruck an Board haben. "Für den Buggy ist das ein großer Vorteil", sagt Al-Attiyah. "Man muss sich nur anschauen, dass heute vier Buggies vorne sind. Wir können nicht mit niedrigem Luftdruck fahren, weil dann schneller Reifenschäden passieren. Unser Auto ist sehr gut, aber das Reglement ist nicht fair."

Während Toyota buchstäblich in Problemen steckte, lief bei Peugeot mit Ausnahme von Cyril Despres alles mehr oder weniger glatt.

Toyota will "voll attackieren"

Al-Attiyah ist nach vier Etappen der erste Verfolger des "Löwen"-Trios Peterhansel, Loeb und Sainz. Aber der Katari hat als Vierter schon knapp 59 Minuten Rückstand. "Es ist noch nicht vorbei, denn es bleiben noch viele Etappen", so Al-Attiyah.

"Aber wir müssen ab morgen voll attackieren, um den Rückstand bis zum Ruhetag zu reduzieren. Die Rallye ist noch lang. Morgen können die anderen einen schlechten Tag erwischen." Die fünfte Etappe Richtung Arequipa am Mittwoch soll eine der härtesten der gesamten Rallye werden.

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