Ferrari-Pilot Sebastian Vettel startet von der Pole Position in den Großen Preis von Mexiko (Sonntag, 20:00 Uhr/RTL) und hält seine minimalen WM-Chancen am Leben.
Der Heppenheimer setzte sich im Qualifying vor Red-Bull-Pilot Max Verstappen durch, Dritter wurde WM-Spitzenreiter Lewis Hamilton (Mercedes). Für Vettel war es die 50. Pole seiner Formel-1-Laufbahn und die vierte der Saison.
"Das war eine Hammerrunde. Es ist sehr schwer, hier eine Top-Runde hinzubekommen. Ich freue mich sehr auf das Rennen", sagte Vettel: "Ich werde attackieren. Ferrari verdient ein gutes Ergebnis, aber das liegt nicht allein in meiner Hand."
Hamilton, der im WM-Kampf weiter beste Karten hat, erklärte: "Für uns ist der Sieg immer noch drin. Ich hoffe, dass ich wenigstens einen der beiden schon beim Start überholen kann."
Nico Hülkenberg landete im Renault auf Platz acht. Sauber-Pilot Pascal Wehrlein schaffte es auf Rang 17. Der frühere DTM-Champion macht aufgrund von Rückversetzungen gegen das besser platzierte McLaren-Duo Fernando Alonso und Stoffel Vandoorne allerdings zwei Plätze in der Startaufstellung gut.
Vettels Chancen auf seinen fünften Titel bleiben aber vage: Bereits Platz fünf im Rennen würde Hamilton reichen, um vorzeitig seine vierte Weltmeisterschaft nach 2008, 2014 und 2015 perfekt zu machen.
Der Engländer geht mit 66 Punkten Vorsprung auf Vettel ins drittletzte Saisonrennen, 75 Zähler sind maximal noch zu gewinnen.
Hamilton fährt Bestzeit in Q1
In Q1 erzielte Hamilton mit 1:17.518 Minuten auf Ultrasoft-Reifen die beste Rundenzeit, nur 0,060 Sekunden vor seinem Teamkollegen Valtteri Bottas. Verstappen, der im dritten Freien Training noch Platz eins belegt hatte, fuhr auf Rang drei vor Vettel und Alonso. Hülkenberg schaffte als Neunter den Sprung in das zweite Segment der Qualifikation in Mexiko.
Folgende Piloten schieden nach Q1 aus: Marcus Ericsson (Sauber), Wehrlein, Kevin Magnussen (Haas), Romain Grosjean (Haas), Pierre Gasly (Toro Rosso). Gasly hatte aufgrund von technischen Problemen an seinem Fahrzeug keine gezeitete Runde gedreht.
In Q2 erwischte es auch den anderen Toro-Rosso-Piloten, Brendon Hartley. Er meldete "keine Leistung" per Funk an die Box und stellte sein Auto wenig später am Streckenrand ab. Eine Rundenzeit hatte Hartley bis zu seinem Ausfall noch nicht registriert.
Die schnellste Runde ging im zweiten Segment an Verstappen, und zwar deutlich: Der Niederländer in Diensten von Red Bull war mit 1:16.524 Minuten über drei Zehntelsekunden schneller als Vettel und sogar eine halbe Sekunde besser als WM-Spitzenreiter Hamilton.
McLaren-Piloten verzichten auf Q2-Teilnahme
Bottas und Kimi Räikkönen (Ferrari) kamen auf die weiteren Top-5-Positionen in Q2. Hinter Daniel Ricciardo (Red Bull) und Carlos Sainz (Renault) klassierte sich Hülkenberg auf Position acht und zog damit sicher in die Finalrunde des Qualifyings ein.
Folgende Piloten schieden nach Q2 aus: Felipe Massa (Williams), Lance Stroll (Williams), Brendon Hartley (Toro Rosso), Alonso, Vandoorne. Hartley - aus technischen Gründen - sowie Alonso und Vandoorne blieben ohne Rundenzeit.
Beide McLaren-Piloten verzichteten auf die Q2-Teilnahme, weil sie in der Startaufstellung zum Grand Prix von Mexiko 2017 nach Komponenten-Tausch ohnehin rückversetzt werden.
Stewards ermitteln gegen Verstappen
Hamilton legte vor in Q3 und markierte in 1:16.934 Minuten die erste Richtzeit, wurde aber sogleich von Vettel und dann auch von Verstappen unterboten. Damit lag die Messlatte bei 1:16.574 Minuten.
Und wieder lag Verstappen mit seiner Runde einige Zehntelsekunden vor der Konkurrenz. Allerdings leitete die Rennleitung der Formel 1 2017 eine Untersuchung gegen Verstappen ein, weil er Bottas aufgehalten haben könnte.
Im Schlussangriff stürmte Vettel mit 1:16.488 Minuten an die Tabellenspitze und verdrängte Verstappen noch von Platz eins.


