Tennis-Ikone Boris Becker hat womöglich einen noch deutlich höheren Schuldenberg angehäuft als bisher bekannt.
Laut eines Berichts des britischen Insolvenzverwalters, aus dem die Zeitschrift "Bunte" zitiert, beträgt die geschätzte Schulden-Summe des heutigen TV-Experten sage und schreibe 54 Millionen Pfund (umgerechnet rund 61 Millionen Euro). Es sei zudem "wahrscheinlich", dass "zusätzliche Gläubigeransprüche festgestellt werden", so "Bunte".
In dem Schriftstück werde auch vorgeschlagen, dass sowohl Beckers historischer Wimbledon-Pokal von 1985 als auch alle weiteren Trophäen versteigert werden sollen. "Bunte" berichtet weiter, dass ein Auktionshaus zeitnah Tennispokale und weitere Erinnerungsstücke des 49-Jährigen an seine ruhmreiche Karriere bewerten wird.
Die Auktionatoren hätten bereits vier Luxusuhren aus Beckers Besitz an sich genommen. Wert der Schmuckstücke: rund 41.000 Euro. Diese würden nach einer exakten Schätzung "auf der Auktion zum Verkauf angeboten".
Beckers Anwalt dementiert den Bericht
Beckers Anwalt Christian-Oliver Moser äußerte sich inzwischen zum "Bunte"-Bericht. "Die angegebene Höhe der Schulden wird von unserem Mandanten vehement bestritten. Der Report, auf den hier Bezug genommen wird, ist nur vorläufiger Natur", erklärte Moser gegenüber "Bild": "Die tatsächliche Summe ist aus Sicht unseres Mandanten deutlich niedriger."
Der Insolvenz-Bericht aus Großbritannien beruhe "vor allem auf einseitigen Angaben der Gläubiger". Diese würden "einer näheren rechtlichen Überprüfung größtenteils nicht standhalten".
Becker mache sich weder Sorgen, in die Privatinsolvenz gehen zu müssen, noch seine Tennispokale versteigern zu müssen. Stattdessen gehe der Leimener davon aus, dass das Verfahren gegen ihn annulliert werde.









