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FC hofft auf den Faktor Zeit und Pizarro

Claudio Pizarro (r.) ist Hoffnungsträger des 1. FC Köln
Claudio Pizarro (r.) ist Hoffnungsträger des 1. FC Köln
Foto: © Huebner/Peters
02. Oktober 2017, 11:00

Der neue Hoffnungsträger des 1. FC Köln hielt sich mit der Analyse der nächsten Niederlage nicht lange auf.

"Jetzt habe ich zwei Wochen Zeit, um mit der Mannschaft zu trainieren. Ich brauche noch viel mehr Training", sagte Claudio Pizarro, nachdem er beim bitteren 1:2 (0:1) gegen Vizemeister RB Leipzig seine ersten Minuten in der Bundesliga für den FC absolviert hatte: "Die Situation ist schwierig, aber ich kenne das."

Was der Peruaner meinte: Mit einem Punkt, zwei Toren und bereits sechs Zählern Rückstand auf den Relegationsplatz ist der FC schon nach sieben Spieltagen gehörig unter Druck. Einen derart schlechten Start hat der Klub in seiner Bundesliga-Geschichte noch nie hingelegt.

Jetzt wollen Trainer Peter Stöger und Co. die Länderspielpause nutzen, um sich neu aufzustellen und einzuspielen. Dabei wird es vor allem darum gehen, Pizarro zu integrieren. Umso größer sind die Hoffnungen der Kölner Fans, die sie mit Pizarro verbinden. Seit Freitag ist der erfolgreichste ausländische Torschütze der Bundesligageschichte (191 Tore in 431 Spielen) beim FC unter Vertrag, und kein Profi im Kölner Kader steht mehr für Erfolg als der Peruaner. Champions-League-Sieger, deutscher Meister, DFB-Pokal-Sieger: Pizarro verkörpert alles, was sich die FC-Anhänger wünschen.

"Leider hat es am Ende nicht gereicht"

Entsprechend laut wurde es im Stadion, als der Oldie, der am Dienstag 39 Jahre alt wird, aufs Feld kam. "Ich habe mich gefühlt, als hätten wir ein Tor geschossen. So laut war es", meinte Leonardo Bittencourt, nachdem Pizarro in der 54. Minute für den verletzten Jhon Córdoba eingewechselt worden war: "Leider hat es am Ende nicht gereicht."

Weil zu diesem Zeitpunkt bereits Lukas Klostermann (30.) getroffen hatte und später Yussuf Poulsen (80.) das 2:0 für Leipzig erzielte, fand das Debüt kein Happy End. Yuya Osakos 1:2 (82.) kam für die leidenschaftlich kämpfenden Kölner zu spät.

Pizarro legte zwar gleich bei seiner ersten Aktion ein Abseits-Tor von Bittencourt (55.) auf, ansonsten fehlte dem Peruaner aber die Bindung zum Spiel. Bis auf einen Torschuss und einige Pässe kam er kaum zum Zug. "Er hat das trotzdem gut gemacht, viele Bälle abgelegt und verteilt", meinte Abwehrchef Dominique Heintz: "Er ist ein überragender Typ."

Stöger: "Die Jungs lassen sich nicht hängen"

Was den Kölner trotz der sechsten Niederlage im siebten Spiel Hoffnung machte, war die eigene Leistung. Es gab genügend Chancen, um das Spiel zumindest auszugleichen, und dem Leipziger Kombinationsspiel stellte der FC viel Kampf und Leidenschaft in den Weg. Das hinterließ Eindruck.

"Hier werden noch viele Mannschaften verlieren, Köln hat viel Qualität", sagte Gäste-Trainer Ralph Hasenhüttl: "Wir sind verdammt froh, hier gewonnen zu haben." Sein Kumpel Stöger gab das gegnerische Lob direkt an sein Team weiter. "Die Jungs lassen sich nicht hängen", sagte er: "Normalerweise müsste ich gratulieren, aber das ist in der aktuellen Phase etwas schwierig."

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