Weltmeister Anthony Joshua muss in einem Monat seine Titel gegen Herausforderer Kubrat Pulev verteidigen. Vor dem Duell schlägt der Brite martialische Töne an. Außerdem sorgt der Kampf ganz nebenbei für den nächsten Verkaufsrekord.
"Ich will zeigen, was ich aus meinem letzten Kampf gelernt habe", sagte Joshua der "Daily Mail". "Es geht um Finesse und darum, deinen Gegner zu deklassieren. Aber wenn ich in den Krieg ziehen muss, dann kann ich in den Krieg ziehen. Ich bin bereit für die Drecksarbeit." Martialische Worte des Briten, der nicht noch einmal einen so schwierigen Kampf wie gegen Wladimir Klitschko erleben möchte. Bei seinem Titelgewinn im April war der 27-Jährige immerhin einmal zu Boden gegangen.
Gegen Pulev will Joshua aber intelligenter kämpfen. "Manchmal kann ich smart und klug sein", sagte Joshua. Er wolle auf jeden Fall gewinnen, sei es auf die eine oder andere Weise. "Ich muss auf die stärksten Herausforderer vorbereitet sein. Es geht nicht so sehr darum, ein Statement abzugeben. Es geht darum zu zeigen, was ich gelernt habe."
Verkaufsrekord in Cardiff
Das kann Joshua am 28. Oktober zeigen. Dann steigt der Kampf gegen den Bulgaren Pulev im walisischen Cardiff. Bereits im Vorfeld sorgte der Fight für einen kleinen Rekord. Noch nie wurden so schnell so viele Karten für ein Sport-Event im Principality Stadium verkauft, mehr als 70.000 Tickets sind schon vergriffen. Insgesamt passen 75.000 Zuschauer in das Stadion.
Für hohe Einnahmen dürfte auch dank des TV-Interesses gesorgt sein. Herausforderer Pulev weiß schon einen Monat vor dem Kampf, was er im Fall eines Sieges mit dem Preisgeld anstellen will. "Falls ich diesen Kampf gewinne, werde ich die Hälfte des Preisgeldes für wohltätige Zwecke spenden. Für Waisen oder Krankenhäuser, für Lebensretter und andere. Ich werde glücklich sein als Weltmeister."
