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Şahin will "Teil der BVB-Familie sein"

Mittendrin: Torschütze Nuri Şahin
Mittendrin: Torschütze Nuri Şahin
Foto: © getty, Maja Hitij
27. August 2017, 11:43

Im Pokalfinale im Mai stand er bei Thomas Tuchel nicht einmal im BVB-Kader, unter dem neuen Trainer Peter Bosz blüht Nuri Şahin wieder auf. Er gehörte gegen Hertha BSC zu den Matchwinnern.

Nach seiner Glanzvorstellung wollte Nuri Şahin nicht mehr über die Vergangenheit reden. Hinter ihm lag eine schwierige Saison mit vielen Verletzungen, wenig Einsätzen und schließlich der Demütigung, im DFB-Pokalfinale von Thomas Tuchel nicht einmal in den Kader berufen worden zu sein. "Ich stand im Sommer an einem Punkt, der für mich richtungweisend war. Für mich war es wichtig, aus dem letzten Jahr die richtigen Schlüsse zu ziehen", sagte Şahin am Samstag nach dem 2:0 (1:0) gegen Hertha BSC, bei dem er als Torschütze und Vorlagengeber herausstach.

Doch das Blatt hat sich für den 28-Jährigen unter dem neuen Trainer Peter Bosz gewendet. "Ich will nicht der Beste oder der Wichtigste sein, ich will nur Teil der Borussia-Dortmund-Familie sein", betonte Şahin bei "Sky". Die Vorbereitung lief für den türkischen Nationalspieler sehr gut, er blieb fit und verpasste keine Einheit.

"Man sieht, dass er den BVB lebt"

"Das war für mich und meinen Körper wichtig, ich habe jetzt wieder mein Niveau erreicht", sagte er. Jetzt schießt er - in der Liga zum ersten Mal seit zweieinhalb Jahren - sogar schon mit dem schwachen rechten Fuß Tore und den BVB vorerst an die Tabellenspitze.

"Das war glaube ich mein erstes Tor mit rechts, vielleicht mal noch eins in der E-Jugend", sagte Şahin nach der Partie. "Das hat glaube ich keiner gewusst hier im Stadion. Den rechten Fuß hat er doch eigentlich nur zum Wasser holen", verriet Mitspieler Gonzalo Castro: "Wir freuen uns, dass er jetzt fit geblieben ist, das war sehr wichtig für ihn. Man sieht einfach, dass er den BVB lebt - jeden Tag."

Şahin vs. Weigl?!

Im neuen System des Niederländers steht Şahin deutlich höher, eine Rolle, die ihm gut liegt. "Mir kommt das entgegen und wir Sechser können mal den letzten Pass spielen und kommen auch öfter selbst zum Abschluss", hatte er schon im Trainingslager prophezeit. Er sollte recht behalten.

Auch wenn Şahin in allen fünf Pflichtspielen der Saison zur ersten Elf gehörte: Zum Schlüsselspieler will Bosz ihn dennoch nicht erheben. "Das hat nichts mit Schlüsselspieler zu tun, aber er war sehr oft frei. Denn wenn er den Ball hat, sind wir schnell. Das müssen wir noch besser nutzen", urteilte der 53-Jährige kritisch.

Şahin ist bei dem ehemaligen Trainer von Ajax Amsterdam derzeit gesetzt. "Momentan ist er wichtig, und wir sind sehr zufrieden", sagte er. Ob das aber so bleibt "hängt davon ab, wie gut er spielt und welche Spieler ich zur Verfügung habe", so Bosz. Das könnte der Knackpunkt werden: Auf der Position konkurriert er mit dem aktuell noch verletzten Nationalspieler Julian Weigl.

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