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Kittel: "Möchte Grün nicht mehr hergeben"

Marcel Kittel kämpft um sein Grünes Trikot
Marcel Kittel kämpft um sein Grünes Trikot
Foto: © getty, Chris Graythen
19. Juli 2017, 10:23
sport.de
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Nicht weniger als fünf Etappen hat Marcel Kittel bislang bei der Tour de France 2017 gewonnen. Das Selbstvertrauen und die Zuversicht des 29-Jährigen sind entsprechend groß, auch die Schlussetappe in Paris am Sonntag zu gewinnen. 

Mit fünf Tagessiegen ist Kittel längst in die Phalanx der ganz großen Sprinter der Tourgeschichte vorgedrungen. Mehr Etappenerfolge eines reinen Sprinters waren zuvor lediglich Mark Cavendish im Jahr 2009 geglückt, der damals sechs Mal jubelte.

Eine Chance hat Kittel noch, nämlich auf dem Champs-Élysées. Dort will der Kapitän des Quick-Step-Teams wieder seine 70 km/h Endgeschwindigkeit auf die Straße bekommen: "Ich habe bei der Tour noch ein großes Ziel, und das ist Paris! Das gibt natürlich ein gutes Gefühl, wenn man sich auf seine Endschnelligkeit verlassen kann. Wenn man ein, zwei Siege im Rücken hat, fällt es auch leichter, im Finale cool zu bleiben", meinte Kittel im Gespräch mit der "Sport Bild".

Am Dienstag war Deutschlands Top-Sprinter der geschlagenen Mann, als er gegen seinen direkten Konkurrenten Michael Matthews schlappe 50 Punkte im Kampf um das Grüne Trikot einbüßte. 29 Zähler Vorsprung sind vor dem Start der 17. Etappe noch geblieben. Dem möglichen Gewinn des Maillot Vert blickt Marcel Kittel ohnehin mit viel Demut entgegen: "Das Grüne Trikot wäre der Hammer! Das hätte ich niemals in meiner Karriere für möglich gehalten."

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Dass mit Peter Sagan, Mark Cavendish und Arnaud Démare gleich drei Topsprinter schon vorzeitig aufgeben mussten beziehungsweise disqualifiziert wurden, spielt dem gebürtigen Arnstädter natürlich in die Karten. Kittel weiß um seine große Chance, sich einen Platz in den Geschichtsbüchern der Tour zu sichern und betonte: "Ich möchte das Grüne Trikot verteidigen. Ich habe es jetzt schon so lange an, jetzt möchte ich es nicht mehr hergeben."

Die sportliche Zukunft Kittels ist im Übrigen weiterhin offen. Bisher hat Deutschlands erfolgreichster Sprinter der Tour-Geschichte noch keinen Rennstall für 2018. "Es gibt nichts Neues. Das halte ich im Moment aber auch von mir fern. Ich konzentriere mich voll und ganz auf die Tour", so Kittel in der "Sport Bild."

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