Weltmeister Peter Sagan ist nach einer brutalen Attacke im Zielsprint der vierten Tour-de-France-Etappe von der Rundfahrt ausgeschlossen worden. Das gab die Rennleitung am Dienstag bekannt.
"Wir haben entschieden, Peter Sagan zu disqualifizieren. Er hat im Sprint die anderen Fahrer ernsthaft gefährdet", teilte die Jury mit. Der 27 Jahre alte Sagan hatte am Montag die dritte Etappe gewonnen, 24 Stunden später war die Tour für ihn beendet.
Der slowakische Superstar vom deutschen Team Bora-hansgrohe hatte den Briten Mark Cavendish in Vittel/Frankreich mit dem Ellbogen in die Absperrung gedrängt. "Ich komme mit Peter klar, Stürze passieren, aber ich würde gerne wissen, was es mit dem Ellbogen auf sich hatte", sagte Cavendish.
Sagan hatte sich nach der Zielankunft am Teambus Cavendishs zwar entschuldigt, die Tourleitung beschloss dennoch den Ausschluss des Slowaken. Im Sprint war er Zweiter hinter dem siegreichen Franzosen Arnaud Démare (FDJ) geworden.
Cavendish droht Aus
Ex-Profi Rolf Aldag, Sportdirektor bei Dimension Data, sprach zuvor von einer "klaren Tätlichkeit" und stellte gegenüber "radsport-news.com" klar: "Sagan muss ausgeschlossen werden. Wir haben das bei der Jury beantragt."
Ob es für Aldags Schützling Cavendish weitergeht, ist immer noch unklar. "Ich bin kein Arzt, aber es fühlt sich nicht gut an. Ich bin nicht sehr optimistisch", äußerte sich der 32-Jährige jedoch vielsagend. Eine blutende Wunde am Finger müsse "definitiv" genäht werden, erklärte Cavendish, bei dem der Verdacht auf einen Schulterbruch besteht.




