Das letzte Wort in der "Rammstoß-Affäre" um Sebastian Vettel ist offenbar noch nicht gesprochen. Nach seinem Aussetzer in Baku droht dem vierfachen Weltmeister anscheinend neuer Ärger.
Laut Informationen von "auto, motor und sport" denkt FIA-Präsident Jean Todt über eine Vorladung des Heppenheimers vor das Sportgericht nach. Sollte Vettel zu einer Anhörung beim Motorsportverband in Paris erscheinen müssen und dort nachträglich für sein unsportliches Verhalten verurteilt werden, könnte der Ferrari-Pilot für ein Rennen aus dem Verkehr gezogen werden.
Bisher musste Vettel "nur" dann eine Sperre befürchten, sollte er sich beim Großen Preis von Österreich mindestens drei weitere Strafpunkte von der Rennleitung einhandeln. Eine Vorladung nach Paris könnte auch ohne weiteres Vergehen auf der Strecke eine Strafe nach sich ziehen. Eine Entscheidung in dieser Angelegenheit soll noch im Laufe dieser Woche fallen.
Eddie Jordan: "Wie ein Kopfstoß beim Fußball"
Unterdessen haben sich zwei weitere Prominente zur Aktion des vierfachen Weltmeisters geäußert. So sagte etwa Daniel Ricciardo, dass er nicht an einen "Brake Test" von Lewis Hamilton glaube: "Das würde absolut keinen Sinn machen, weil er damit sein eigenes Rennen riskiert." Die Zehn-Sekunden-Strafe gegen Vettel bewertete der Australier als "fair". Wenn man Rennen fährt, "wird es eben manchmal sehr emotional".
Ex-Teamchef Eddie Jordan verglich Vettels Stoß gegen Hamilton mit einem "Kopfstoß im Fußball". Dass Vettel von der Jury drei Strafpunkte bekommen hat, zeige, "dass die Stewards eindeutig gesehen haben, dass er in Hamilton reingelenkt hat. Das ist nicht akzeptabel. Egal, was vorher passiert ist. Man darf das Gesetz nicht in seine eigenen Hände nehmen".


