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DFB-Elf fürchtet sich vor Chiles "Soldaten"

Die DFB-Elf trifft im zweiten Confed-Cup-Spiel auf Chile
Die DFB-Elf trifft im zweiten Confed-Cup-Spiel auf Chile
Foto: © getty, Alexander Hassenstein
20. Juni 2017, 13:27

Der Auftakt beim Confed Cup ist geglückt, doch Chile sei "ein anderes Level" als Australien, warnt Bundestrainer Joachim Löw. Die Zeit bis zum zweiten Gruppenspiel ist jedoch knapp.

Joachim Löw schickte seine Australien-Bezwinger nach dem nächtlichen Flug an die Wolga und einem lockeren Regenerationstraining zufrieden in den freien Nachmittag von Kasan.

"In der Mannschaft ist in sehr kurzer Zeit eine sehr starke Energie entstanden. Die Spieler wollen das Turnier zu ihrem Turnier machen", sagte der Bundestrainer nach dem wilden Spektakel seiner überaus lernbegierigen Hoffnungsträger beim 3:2 (2:1) zum Auftakt des Confed Cups gegen den Asienmeister - doch jetzt warten Chiles "Soldaten".

So nannte Julian Brandt die starke, international sehr erfahrene Mannschaft um Bayern-"Krieger" Arturo Vidal, der sich das deutsche Perspektivteam am Donnerstag (20:00 Uhr MESZ) in der Hauptstadt der Region Tatarstan entgegenstellt. Löw erwartet dort "ein Spiel auf einem anderen Level. Chile ist auf jeden Fall eine der weltbesten Mannschaften".

Löw lobt seine "C-Elf"

Der geglückte Start machte dem Bundestrainer aber Mut, dass seine neuformierte Truppe um den in Sotschi herausragenden Leon Goretzka da mithalten kann. "Es ist bemerkenswert, dass die Mannschaft die zwei, drei Schwerpunkte, die wir gesetzt haben, so gut umsetzen kann. Das freut mich und das konnte man so nicht erwarten", sagte er. Auch "Teamwork und Spirit sind sehr gut", betonte er fast begeistert.

Vor der trostlosen Kulisse von 28.605 Zuschauern im halb leeren Fischt-Stadion - Goretzka fühlte sich an eine "Beerdigung" erinnert - belohnten Lars Stindl (5.), Kapitän Julian Draxler (44., Foulelfmeter) und Goretzka (48.) dies mit Toren.

"In einigen Situationen haben wir gezeigt, dass wir guten Fußball spielen können", sagte Goretzka, der auch an den ersten beiden Treffern beteiligt war. Löw hob den Schalker heraus, lobte dessen "überragende" Läufe in die Tiefe und Zweikampfverhalten. "Leon ist in einer sehr guten Form", sagte er.

Leno wird aus dem Tor rotieren

Das gilt auch für einige andere Spieler wie Draxler oder Brandt. Doch die Gegentreffer durch Tom Rogić (41.) und Tomi Juric (56.), die Torhüter Bernd Leno durch Patzer ermöglichte, zeigten auch Probleme in der Defensive auf.

"Hinten ist es schwieriger, die Feinabstimmung zu finden, da brauchen wir noch die ein oder andere Einheit", sagte Draxler. Nur: Vor Chile gibt es lediglich noch ein echtes Training.

Leno wird Löws Rotationsmaxime zufolge gegen den Südamerikameister nicht mehr im Tor stehen, obwohl der Bundestrainer dem Leverkusener nur den zweiten Gegentreffer ("Hätte er festhalten können") ankreidete. "Er hat mal einen Fehler gemacht, das ist für mich kein Problem", meinte er.

Kraftprobleme gegen Australien

Wichtiger als die Besetzung der Torhüterposition dürfte gegen Chile laut Löw werden, "dass wir die Stabilität über 90 Minuten halten können, nicht nur über 60" wie gegen die biederen Australier.

Die Spieler machten kleinere taktische Umstellungen für die Probleme verantwortlich. Außerdem sei der Mannschaft "am Ende etwas die Kraft ausgegangen", meinte Joshua Kimmich: "Gegen Chile dürfen wir uns nicht so viele Fehler erlauben und müssen vorne effizienter werden."

Denn, so Löw, der Weltranglisten-Vierte "hat fantastische Einzelspieler und ist im taktischen Bereich flexibel wie wenige andere Mannschaften".

Chile laut Löw "absolut klasse"

Spieler wie Vidal oder Alexis Sánchez "haben eine unglaubliche Wucht nach vorne und wechseln ständig die Positionen. Das ist absolut klasse, wie Chile spielt". Für seine Hoffnungsspieler gilt das (noch) mit Abstrichen. Gegen Chile, schwant Brandt, "kann man sehen, wo unsere Grenzen sind als Mannschaft".

Ein Sieg in Kasan würde nicht nur einen großen Schritt in Richtung Halbfinale bedeuten, sondern ließe vor dem abschließenden Gruppenspiel gegen Kamerun am Sonntag erneut in Sotschi auch den Gruppensieg in greifbare Nähe rücken.

Der wäre auch deshalb wertvoll, weil die Mannschaft dann in der Olympiastadt von 2014 bleiben könnte und nicht erneut nach Kasan reisen müsste.

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