Nach nur 121 Tagen im Amt trat Jos Luhukay von seinem Job als Trainer beim VfB Stuttgart zurück. Mit diesem Schritt zog der Niederländer Konsequenzen aus einem Streit mit Sportvorstand Jan Schindelmeiser.
In einem Statement hieß es damals: "Basis meiner Arbeit ist immer eine einheitliche Linie aller sportlich Verantwortlichen bei Zusammenstellung und Führung des sportlichen Bereichs und ein uneingeschränktes Vertrauen der Vereinsverantwortlichen in meine Arbeit. Diese Basis ist beim VfB Stuttgart nicht mehr vorhanden."
Seinen vielfach als vorschnell empfundenen Schritt bereut Luhukay heute nicht. "Es war richtig, dass ich im September diesen Schnitt gemacht habe", sagte der 54-Jährige in einem "Bild"-Interview.
Die Spiele des VfB Stuttgart hat Luhukay nach seinem Aus nicht weiter verfolgt. Er habe sich bewusst dazu entschieden, ein bisschen Abstand vom Fußball zu nehmen. "Ich war auch bei keinem Spiel in der 1. Bundesliga", gab der Trainer zu.
"Natürlich möchte ich zurückkehren"
Auch wenn Luhukay kein einziges Spiel seines Ex-Vereins mehr gesehen hat, freut er sich über den direkten Wiederaufstieg des VfB. "Ich habe eine Mannschaft überlassen, die zu den Teams gehörte, die aufsteigen können. Sie hat es dann mit dem Trainerteam richtig gut hinbekommen", lobte Luhukay die Mannschaft und seinen Nachfolger Hannes Wolf.
Der Abstand vom Fußball bedeutet aber keinesfalls den endgültigen Abschied vom Trainerjob. "Natürlich möchte ich zurückkehren", verriet Luhukay und ergänzte: "Es gab schon einige konkrete Anfragen, auch aus Deutschland. Aber nichts, hinter dem ich zu 100 Prozent stand."
Über die Anfragen freut sich der 54-Jährige und sieht sie als "Zeichen des Respekts". "Es gibt dir ein gutes Gefühl, dass deine Arbeit und die deines Trainerstabs bei den Verantwortlichen im Hinterkopf geblieben ist", so der Coach.



























