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Name verewigt: Hamilton platzt vor Stolz

Lewis Hamilton gehört bereist jetzt zu den Legenden der Formel 1
Lewis Hamilton gehört bereist jetzt zu den Legenden der Formel 1
Foto: © getty, Mark Thompson
13. Juni 2017, 09:56

Nach seinem Sieg beim Großen Preis von Kanada in Montreal schwebt Lewis Hamilton auf Wolke sieben. Hinter dem Mercedes-Piloten liegt ein emotionales Rennwochenende, bei dem er mehr erreicht hat, als den Rückstand in der Formel-1-Fahrerwertung auf Sebastian Vettel zu halbieren.

Gleichzeitig zog der Brite mit seiner 65. Pole-Position in der ewigen Bestenliste mit seinem Idol Ayrton Senna gleich und schnappte sich einen Tag später seinen sechsten Sieg auf dem Circuit Gilles Villeneuve - zehn Jahre, nachdem er am selben Ort seinen ersten Formel-1-Triumph überhaupt gefeiert hatte.

Schon am Samstag strahlte Hamilton über beide Ohren, als er nach seinem ersten Startplatz mit einem Senna-Helm belohnt wurde. Nach seinem Rennsieg war er dann völlig losgelöst. Der sonst so cool wirkende dreimalige Weltmeister zeigte ein Gespür für die historische Dimension seiner Erfolge: "Ich bin wirklich stolz, dass ich den Namen Hamilton hier verewigen kann. Wenn heute mein letzter Tag auf Erden wäre, dann würde der Name Hamilton in unserem Sport in Erinnerung bleiben - und darauf können wir wirklich stolz sein", sagt er mit Pathos in der Stimme.

Kanada ist für den Nordamerika-Fan ein mehr als gutes Pflaster. Mit seinem dritten Triumph auf der Ile Notre-Dame in Folge - dem sechsten insgesamt - ist er nur noch einen weiteren Sieg davon entfernt, Formel-1-Legende Michael Schumacher einzuholen, der hier siebenmal gewann. In der Geschichte des Kanada-Grands-Prix hat er seinen Platz längst sicher - was auch die Tatsache beweist, dass der 32-Jährige neben anderen Größen der Szene schon im Vorfeld eine eigene Briefmarke anlässlich des 50. Jubiläums des Rennens bekam.

Briefmarke macht Hamilton stolz

"Ich habe diese Briefmarke sogar. Ich habe ein Foto davon auf Instagram gepostet. Es zeigt mich mit all den anderen großartigen Fahrern, den früheren Legenden. Eine riesige Ehre", schwärmt der Brite. Gleichzeitig wird er emotional und erinnert sich an seinen ersten Erfolg vor zehn Jahren und die Anstrengungen, die dafür vonnöten waren. "Ohne die harte Arbeit meiner Familie wäre all das nicht möglich gewesen. Ich denke zurück, wie mein Vater hier stand, als ich das erste Mal gewann - die ganze Mühe, die wir reingesteckt haben und die nie jemand zu sehen bekommt."

Und so vergisst Hamilton nicht, in der Stunde seines bislang wichtigsten Erfolgs der Formel-1-Saison 2017 seinen Unterstützern zu danken. "Was wir jetzt sehen, ist nur die Spitze des Eisbergs - und niemand kann erahnen, wie groß dieser Eisberg ist. Niemand weiß, wie schwer es ist, um an diese Stelle zu kommen - ich verdanke das wirklich vielen Leuten, die hinter mir stehen", so der Zweitplatzierte der WM-Wertung abschließend.

Auf solch einer Euphoriewelle reitend, dürfte dem Briten nach dem Sieg auf seiner Lieblingsstrecke auch beim kommenden Rennen in Baku viel zuzutrauen sein. Mit diesem Kurs hat Hamilton bekanntlich aus dem vergangenen Jahr noch eine Rechnung offen...

Fahrerwertung

#FahrerTeamPunkte
1ArgentinienFranco ColapintoAlpine F1 Team0
2FrankreichPierre GaslyAlpine F1 Team0
3SpanienFernando AlonsoAston Martin F1 Team0
4KanadaLance StrollAston Martin F1 Team0
5FinnlandValtteri BottasCadillac F1 Team0

Kanada GP 2017

1GroßbritannienLewis Hamilton1:33:05.154h
2FinnlandValtteri Bottas+19.783s
3AustralienDaniel Ricciardo+35.297s
4DeutschlandSebastian Vettel+35.907s
5MexikoSergio Pérez+40.476s

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