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Reus bestreitet Zoff mit Watzke

Marco Reus und einige andere BVB-Spieler wollten im Hinspiel gegen Monaco offenbar nicht antreten
Marco Reus und einige andere BVB-Spieler wollten im Hinspiel gegen Monaco offenbar nicht antreten
Foto: © getty, Alex Grimm
31. Mai 2017, 12:48

Der Trennung zwischen Borussia Dortmund und Thomas Tuchel ist angeblich eine heftige Auseinandersetzung der Mannschaft mit der Vereinsführung über den Umgang mit dem Anschlag auf den BVB vom 11. April vorausgegangen.

Wie die Wochenzeitung "Die Zeit" in ihrer am Donnerstag erscheinenden neuesten Ausgabe berichtet, plädierten mehrere Spieler während einer Mannschaftssitzung vor dem Abschlusstraining für das Nachholspiel gegen AS Monaco am 12. April für eine weitere Verschiebung oder Absage der Partie, darunter Nationalspieler Marco Reus.

Demnach sei Reus aufgestanden und habe im Namen der Mannschaft dem Dortmunder Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke gesagt: "Ich halte es für falsch, dass wir heute Abend spielen."

Daraus habe sich ein Wortwechsel mit Watzke entwickelt. Als Reaktion habe sich erst Gonzalo Castro zu Wort gemeldet und Reus' Sicht unterstützt, schließlich auch drei weitere Spieler. Watzke hatte dagegen öffentlich behauptet, es habe "niemand den Wunsch an mich herangetragen", das Spiel abzusagen.

"Aki Watzke und ich hatten und haben keinen Streit, sondern ein gewachsenes Vertrauensverhältnis", teilte Reus am Mittwoch mit: "Und das beinhaltet, dass man auch mal anderer Meinung sein kann und offen über gewisse Dinge diskutieren kann. Aki hat uns nach dem Anschlag letztlich angeboten, dass die Spieler, die nicht auflaufen wollen, sich noch bis zum Nachmittag melden können."

Verhältnis zwischen Trainer und Verein seit Monaten angespannt

Tuchel hatte nach der Champions-League-Partie die Ansetzung kritisiert. Es habe die Spieler unendlich geschmerzt, "dass hier ein Viertelfinale zu Hause stattfindet und sie sich da wie reingeschoben fühlt".

Watzke verteidigte sich. "Es hätte am Nachmittag des Spieltags immer noch die Möglichkeit gegeben, nicht anzutreten. Wir hätten das mit der UEFA gelöst. Aber das wollte offenbar niemand, denn dieses Angebot bestand ja. Wir waren nach mehreren Gesprächen sehr sicher, eine gemeinsame Position mit dem Trainer zu haben", sagte der BVB-Boss der "Zeit".

Mittelfeldspieler Nuri Şahin hatte am 13. Mai im "Aktuellen Sportstudio" des "ZDF" erklärt: "Uns wurde freigestellt, ob wir spielen wollen oder nicht. Aber wir sind lange genug in diesem Geschäft dabei, dass wir wissen, dass nicht Herr Watzke oder Reinhard Rauball entscheiden, sondern die UEFA."

Wie die Wochenzeitung weiter berichtet, war das Verhältnis zwischen Trainer und Verein seit dem vergangenen Sommer angespannt, nachdem Borussia Dortmund, anders als versprochen, Mats Hummels, İlkay Gündoğan und Henrikh Mkhitaryan verkauft hatte. Tuchel habe dies als Vertrauensbruch gewertet.

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