Auch einige Tage nach dem Großen Preis von Bahrain bringt Carlos Sainz kein Verständnis für die Strafe auf, die ihm die Rennleitung noch während des Rennens für seinen Crash mit Williams-Pilot Lance Stroll verpasste. In den Augen des Spaniers seien die Stewards zu stolz, um die Entscheidung zurückzunehmen.
"Ich war sehr überrascht, als ich von der Strafe erfahren habe", ärgerte sich Sainz über die Sanktion der Rennleitung, die ihn beim kommenden Grand Prix in Russland um drei Startplätze zurückversetzen wird. "Ich war mir sicher, sie würden es als Rennunfall bewerten", sah der Spanier die Schuld für den Crash mit Stroll nicht allein bei sich.
"Wenn man in der Formel 1 um Positionen und Punkte kämpft, gibt es eine Menge direkte Duelle. Lance hat mich in dieser Situation einfach nicht gesehen. Ein Pilot mit mehr Erfahrung hätte mir in der Kurve vielleicht mehr Platz gelassen", sah Sainz gar eine Mitschuld bei Lance Stroll. Eine Sichtweise, die der Toro-Rosso-Fahrer mehr oder weniger exklusiv hat. Fast alle Experten sahen in dem Spanier den alleinigen Urheber des Unfalls, der das Rennen für beide Fahrer vorzeitig beendete.
Jetzt müsse er einfach mit der Entscheidung und der Strafe leben, ärgerte sich Sainz. "Man bekommt die Strafe, fährt nach Hause, kann keinen Einspruch einlegen, nichts. So läuft es. Selbst wenn man die Möglichkeit eines Einspruchs hätte, würde die Stewards ihre Meinung nicht ändern. Sie fürchten, dass sie ihre Glaubwürdigkeit verlieren würden, wenn sie eine Entscheidung ändern. Sie sind einfach zu stolz, um Einsprüche zu akzeptieren", giftete der 22-Jährige.


