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Zuhause eine Macht: BVB watscht HSV ab

Borussia Dortmund setzte sich am Ende verdient gegen den HSV durch
Borussia Dortmund setzte sich am Ende verdient gegen den HSV durch
Foto: © getty, Christof Koepsel
04. April 2017, 21:50

Borussia Dortmund liegt mit Kapitän Pierre-Emerick Aubameyang weiter auf Champions-League-Kurs. Der Vizemeister besiegte den Hamburger SV trotz einer erneut mangelhaften Chancenverwertung mit 3:0 (1:0) und ist damit seit exakt zwei Jahren und 34 Heimspielen in der Bundesliga unbesiegt.

Der HSV muss nach zuletzt vier Begegnungen ohne Niederlage seit dem desaströsen 0:8 in München den Blick wieder nach unten richten. Am Mittwoch könnten die Hanseaten wieder auf den Relegationsplatz abrutschen.

"Ich bin in der Bewertung hin- und hergerissen", sagte Dortmunds Trainer Thomas Tuchel nach der Partie: "Wir haben viele klare Chancen gehabt, aber wir haben auch fahrlässig gespielt. Es war eine Achterbahnfahrt."

Gonzalo Castro brachte die Mannschaft von Trainer Thomas Tuchel im 100. Bundesliga-Duell mit dem HSV per Freistoß in Führung (13.). René Adler sah dabei schlecht aus, da der Ball in der Torwartecke einschlug. In der 81. Minute machte Shinji Kagawa auf Vorarbeit von Aubameyang alles klar, ehe der Gabuner selbst (90.+2) mit seinem 25. Saisontor doch noch traf.

Nach Masken-Jubel: Auba geht als Kapitän auf den Rasen

Vor 81.360 Zuschauern im ausverkauften Signal-Iduna-Park begann der BVB stürmisch. Der ehemalige Nationaltorhüter Adler bewahrte die Gäste dabei vor einem frühen Rückstand, als er gegen Aubameyang stark parierte (4.). Überraschend, dass "Masken-Mann" Aubameyang dabei die Gastgeber trotz des Ärgers um seinen Jubel nach seinem Treffer am vergangenen Samstag im Revierderby bei Schalke 04 als Kapitän aufs Feld führte. Tuchel begründete die "Beförderung" des Torjäger mit der logischen Reihenfolge nach den Ausfällen von Marcel Schmelzer (verletzt) und Sokratis (gesperrt).

Gegen tief stehende Hamburger dominierten die Gastgeber das Geschehen zunächst nach Belieben und wären dennoch fast in Rückstand geraten. HSV-Stürmer Bobby Wood lief in der zehnten Minute alleine auf Roman Bürki zu, scheiterte aber am Schlussmann aus der Schweiz.

Die Dortmunder wurden immer dann gefährlich, wenn sie gegen einen zunächst tief stehenden Gegner das Tempo anzogen. Nationalspieler Julian Weigl war dabei der Dreh- und Angelpunkt im Mittelfeld. Für einigen Wirbel sorgte anfangs auch der türkische Nationalspieler Emre Mor auf der linken Seite, den Tuchel nach längerer Zeit mal wieder in die Startelf beordert hatte.

Dortmund lässt Hochkaräter liegen

Nach der Führung durch Castro hatte Aubameyang gleich zweimal die Möglichkeit zu erhöhen. Der Gabuner scheiterte aber per Fuß (27.) und Kopf (43.) an Adler. Die Gäste gaben nach rund einer halben Stunde ihre defensive Haltung auf, gegen eine nicht immer sattelfest wirkende BVB-Abwehr mangelte es ihnen vor der Pause aber an der notwendigen Durchschlagskraft.

Der BVB, der neun Spiele in 29 Tagen absolvieren muss und am Samstag zum Topspiel bei Rekordmeister Bayern München gastiert, drängte zu Beginn der zweiten Halbzeit auf die Entscheidung. Europameister Raphaël Guerreiro brachte den Ball aus kurzer Distanz aber nicht an Adler vorbei (50.). Auch Kagawa, Dembélé und Mor waren vor dem Tor nicht kaltschnäuzig genug. Auf der anderen Seite verfehlte Filip Kostić mit einem Aufsetzer nur knapp den Ausgleich.

Aubameyang vergab in der 73. Minute seine nächste Großchance, ehe der Gabuner acht Minuten später den ball toll erkämpfte und den frei stehenden Kagawa mustergültig bediente. Fünf Minuten später durfte Dortmunds Nuri Şahin sein Comeback feiern, als der wiedergenesene Mittelfeldspieler für Julian Weigl eingewechselt wurde. Hinterher war der 28-Jährige froh: "Natürlich bin ich glücklich, wieder auf dem Rasen zu stehen. Es war schon wieder eine elendig lange Zeit. Aber es hat sich gelohnt."

Am Wochenende gastiert der BVB im Spitzenspiel beim FC Bayern München (Samstag, 18:30 Uhr). Der Hamburger SV ist zuhause gegen die TSG Hoffenheim gefragt (15:30 Uhr).

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