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Korkuts Mission: Ergebnis steht "über allem"

Tayfun Korkut soll die Werkself wieder auf Kurs bringen - schon gegen Werder?
Tayfun Korkut soll die Werkself wieder auf Kurs bringen - schon gegen Werder?
Foto: © getty, Maja Hitij
10. März 2017, 04:40

Mit dem Heimspiel gegen Werder Bremen startet der neue Trainer Tayfun Korkut am Freitag seine Europacup-Mission bei Bayer Leverkusen. Der 42 Jahre alte Nachfolger von Roger Schmidt soll die Werkself mindestens noch in die Europa League führen.

In den vergangenen sechs Jahren spielten die Leverkusener fünfmal in der Champions League. Gegner Werder kämpft derweil noch gegen den Abstieg.

Ausgangslage: Bayer hat als Tabellenzehnter fünf Punkte Rückstand auf Rang sechs, der sicher für die Teilnahme an der Europa League reicht. Die Champions League ist angesichts von elf Zählern Rückstand auf Platz vier quasi unerreichbar. Werder hat trotz der kleinen Serie nur zwei Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz 16, liegt aber auch nur noch fünf Zähler hinter Leverkusen.

Personal: Beide Teams haben prominente Sorgenkinder. Bei Bayer steht laut Korkut ein "Fragezeichen" hinter Kapitän Lars Bender, der an einer Sprunggelenkverletzung laboriert. Werder muss seinen Spielführer Clemens Fritz ersetzen, dem 36-Jährigen droht nach einem Riss der Syndesmose im rechten Sprunggelenk nicht nur das Saison-, sondern sogar das Karriereende. Auch Serge Gnabry, mit zehn Treffern bester Bremer Torschütze, ist wegen Knieproblemen nicht dabei.

Ausrichtung: Korkut will zwar Eigenwerbung betreiben, das Konzept seines Vorgängers Roger Schmidt aber nicht komplett ändern. Schon aus Zeitgründen habe er "nicht viel Neues" eingebracht, berichtete er. "Ich weiß, dass viel nicht immer gut ist. Die einfachen Sachen können manchmal mehr helfen." Er wolle "zwei, drei Anker für eine bessere Balance setzen, mehr nicht". Auch Schönspielerei steht für ihn nicht ganz oben auf der Agenda: "Über allem steht das Ergebnis. Der Verein hat seine Ziele, die müssen erreicht werden".

Sein Bremer Kollege Alexander Nouri wünscht sich "die spielerische Qualität der ersten Spiele nach der Winterpause mit den Resultaten der letzten drei Wochen".

Persönliche Situation der Trainer: Beide Fußball-Lehrer sind jung, Nouri 37 und Korkut 42. Beide suchen Profil und wollen sich für die Zukunft in Stellung bringen. Korkut hat nur geringe Chancen, in Leverkusen zur Dauerlösung werden, doch Sportchef Rudi Völler hat ihm attestiert, dass "alles möglich" sei. Falls er nicht über den Sommer bleiben darf, kann sich der von Fans und Medien in Leverkusen skeptisch empfangene Korkut wenigstens auf dem Markt positionieren.

Für Nouri geht es nur um den Klassenerhalt. Bis der feststeht, will Werder nicht verhandeln. Gelingt er, ist eine Zusammenarbeit aber wahrscheinlich, denn Sportchef Frank Baumann zeigt sich mit Nouris Arbeit grundsätzlich "sehr, sehr zufrieden".

Jubiläum: Werders Routinier Claudio Pizarro wartet auch nach zwölf Saison-Einsätzen auf sein erstes Tor. In Leverkusen, wo er beim 4:1 im Vorjahr dreifach traf, könnte er aber ein Jubiläum feiern: den 200. Bundesliga-Einsatz für Werder. Da er auch 224 Spiele für Bayern München absolvierte, wäre er nach Christian Wörns (für Leverkusen und Borussia Dortmund) der erst zweite Feldspieler in der Liga-Historie, der für zwei Vereine mindestens 200 Einsätze verbuchen kann.

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